Rock zu, stieg auf einen Stuhl und ließ sich ein volles Bier- glas reichen. Achtung!v brüllte er.«Es steigt jetzt ein Ehrentrunk für unsern Heydrich! Ergreift das Glas! Hebt hoch! Obergruppenführer, General der Polizei Reinhard Heydrich , Sieg-Heil, Sieg-Heil, Sieg-Heil!
Die andern fielen in die Heilrufe ein und begannen dann, geführt von Onkel Helmuts Baß, das Heydrichlied zu sin- gen:
Uns kann keiner an den Wimpern Von der ganzen Bande klimpern; Immer ran, immer ran,
Immer ran an den Feind!
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Nach dem KHeydrichlied schlug Herr Posselt einen zwei- ten EFhrentrunk vor: Für unsere Söhne in Feldgrau.
Famos, Posseltv, rief Onkel Helmut und klatschte dem Fabrikanten auf den Rücken, afür unsere Sõhne und Schwie⸗ gersöhne! Herr Ober, einen Korn in jedes Bier. Auf meine Rechnung!
Die lauten Bravo- und Bierher!-Rufe brachen ab, als der Oberkellner mit leeren Händen von der Theke kam und verkündete, daß der letzte Tropfen Pilsner ausgeschenkt und auch kein Schnaps mehr vorhanden sci.
Laurinek rettete die Situation.«Dann ziehen wir eben um ein Hãusl weiter. Hoffmann, lassen Sie vor dem Hotel antreten. Marschziel:Wilder Mann'.v
Die letzten Worte lõsten neuen, lärmenden Beifall aus, erfreute sich doch der ,Wilde Mann', ein Lokal mit Da- menbedienung, bei den auf᷑ Scitensprũngen erpichten Ehe- mãnnern aus der Oberstadt einer großen Beliebtheit.
Hastig wurde aufgebrochen. In dem allgemeinen Durch-
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