Ein Lichtbild des Grabes kann von der Etappenverwal- tung der Soldatenfriedhõfe Ost III gegen Brlegung der vorgeschriebenen Gebühr angefordert werden. v
Ich hatte Lutz nie richtig gemocht, und doch war mir's jetzt, als habe ich etwas unwiederbringbar verloren. Ich Sah das Bild vor mir, zu Hause, über dem Bett von Mutter: ein Grab mit schiefem, weiſßem Holzkreuz; auf dem Kreuz ein Schildchen mit dem Namen meines Vaters und der Jahreszahl 1918.
Ein kalter Knõchel klopfte mir auf das Herz.
Klahde rãusperte sich, klappte die Absätze prãzise, aber gedãmpft zusammen und markierte stummes Gebet“.
Alles folgte seinem Beispiel. In der Stille ließ jemand- wahrscheinlich Klobocznik, der schwer getrunken hatte,— einen Rülpser los, allein Chabrun rettete die Situation. Er bestellte eine Doppelrunde. Kopfhängen hat keinen Sinnꝰ, erklärte er.«Sterben müssen wir alle, da kommt's auf ein paar Jahre Verfrũhung oder Verspãtung weiß Gott nicht an. Hauptsache bleibt: man geht gut ab, im tadellosen Chic und Plie, wie mein Herr Großvater auf dem Schlachtfeld von Gravelotte gesagt hat, bevor er mit einer franzõsischen Kartãtschenladung im TLeibe zu den ewigen Paradegrün- den abmarschiert ist.v Chabrun hatte eines der vollen Glã- ser, die vom Kantineur gebracht worden waren, ergriffen und hob es uns entgegen. ¶Auf unseren Abmarsch im ta- dellosen Chic und Pli.. einmal... wenn's so weit ist. Prost lv Er wartete, aber niemand gab eine Antwort oder tat ihm Bescheid. Unter dem schweren Augenlid blinkte es auf.(Na, s0 was! Alle Kehlen eingefroren? Gibt's ja nicht.v Er wandte sich an die beiden Mädchen.«Ihr da, von der Jugend, kennt ihr kein ordentliches Landsknecht- lied mehr, Kotzdonnerwetter? Los, mitgesungen. Er hob an:
Kamerad, nun laß dir sagen, Kamerad, es ist schon Zeit.
7


