torenbestandteile alle Warenetikette vertauscht, so daß die Teile falsch versandt worden waren. Ganz schlau ausge- klügelte Sache das, aber auf die Dauer natürlich aussichts- los. Aussichtslos wie jede Auflehnung gegen die deutsche Schutzmacht. Und trotzdem versuchten die Kerle immer wieder gegen den Stachel zu lecken.
Ich mõchte wissen, was sie dazu treibt ꝰv sinnierte Dietz laut. Obh es diese fatalistische slawische Widerspenstigkeit ist, die uns auch an der Ostfront so zu schaffen macht? Es muß wohl etwas Animalisches sein, da ihnen doch der preu- Bische Disziplinbegriff abgeht und sie auch nichts in der Art unserer heroischen Lebensauffassung besitzen... v
Klobocznik, der seine dampfenden roten Füße unter ge- nießerischem Stõhnen aus dem Schaff gezogen hatte, be- merkte jetzt: ¶ja, diese Tschechen . Da hab ich doch mal bei einem H. K. gehört, wie einer von ihnen, ein Musiker oder so was, zu unserem Feldwebel gesagt hat:,Truppen und Grenzen pedeuten nichts. Es gilt ũberhaupt nichts, so- lange unsere Herzen noch die alten sind. Und allen könnt ihr ja doch die Herzen nicht ausreißen“. Zu so was gehört schon Draht und Gemüt, so zehn Minuten vor dem Er- Schossenwerden.»
Pietz schnellte empor und geiferte: Das ist ein haar- Strãubender Blõdsinn. Es gibt noch Mittel und Wege, um diese slawischen Herrschaften zur Räson zu bringen. Und wer etwa daran zweifelt... v
Schmerz, laß nach lv unterbrach ihn Klopocznik. Wo- zu die Aufregung? Ich habe nur erzählt, was ich gchört habe... Und der Kerl, der das gesagt hat, ist längst zur Räson gebracht.v Er zog seine Socken an und befingerte sorgenvoll ein großes Loch an der rechten Ferse. Was viel wichtiger ist: kannst du mir vielleicht verraten, wo ich ein neues Paat Fußlappen kriegen kann, die Socken sind rest- los alle. v
Dietz drehte ihm verachtungsvoll den Rücken zu.
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