Auszeichnungen und dem Blutorden der Partei an der Brust ein noch junger Mann, dessen scharfgeschnittenes Sesicht unterhalb der breiten, harten Lippen abgehackt schien, so jãh trat das kleine Kinn zurück.
Hin Adjutant und mehrere besonders lange SS. -Männer hielten an der nächsten Ecke. Der Offzier musterte uns eine Weile aus hellen, starren Augen, die seltsam nackt wirkten, und sagte dann(offenbar hatte er die letzten Worte von Dietz gehört): Durchaus lõbliche Ansichten. Nur so weitermachen.v Die Stimme war hochgeschraubt; man merkte ihr an, daß sie gewohnt war, zu befehlen. Wieder musterten uns die wimperlosen Augen. Bewegungꝰv
Dietz reckte sich, daß er beinahe vornüberkippte, und schmetterte: Jawohl, Herr Obergruppenführer : fünf Jahre Partei, vorher H]. und Nationalsozialistischer Schü- lerbund.v
Der Offizier winkte ab. Einen Atemzug lang schien es, als wolle er das Gespräch fortsetzen, doch dann hob er nur lãssig zwei Finger an den Mützenschild, befahl Rüh- ren lv und wandte sich zum Gehen.
Dietz stand noch erstarrt in Meldestellung da, als die Schwarzuniformierte Gruppe bereits in einer Nebengasse verschwunden war. Ich stieß ihn an. Er fuhr sich mit einer traumverlorenen Gebãrde über die Stirn. Dann erwachte er plõtzlich. Weißt du, wer das war dv fragte er heiser. Heydrich. Obergruppenführer Reinhard Heydrich . Der stellvertretende Reichsprotektor. Der beste Mann, den Himmler in der SS. hat. Das Richtschwert des Reiches. Wo der hinschlägt, wächst für ewige Zeiten kein Gras mehr.» In diesem Tone ging es eine gute Viertelstunde weiter. Endlich unterbrach sich Dietz, um zu fragen: Hast du gemerkt, wie er uns angesehen hat?v
(Ja. Er hat sonderbare Augen. Meinst du das?»
(Es geht einem durch und durch, nicht wahr? Sie nen-
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