Druckschrift 
Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
Entstehung
Seite
41
Einzelbild herunterladen

Bewahre. Hast du schon einen Wirt geschn, der nicht für's Feiern ist? Ich besorge gleich was. v Klobocznik stand auf und griff nach seiner Feldmũtze.

Was für ein Gesõff wirst du denn bringen?v wollte Dietz wissen.

Er kann uns ja die Weinkarte vorlegenꝰ, schlug Cha- brun blinzelnd vor.

Dietz schnappte ein. Ah, der Hert Baron belieben zu Scherzen. Ich fürchte nur, der prickelnde Esprit genügt nicht, um aus Dünnbier Sekt zu machen. v

Ich wãre schon mit einem Fläschchen Mosel oder Vou- vrai zufriedenꝰ, bemerkte Chabrun und in seine Noncha- lance mischte sich leise Bosheit; aunter uns gesagt, ich finde Sekt aufdringlich. So aufdringlich wie die Reisenden, die ihn verkaufen. v

Bevor Pietz entgegnen konnte, mischte sich Klobocznik ein. Bitte schrv, versicherte er eifrig, cich kann auch Him- beergeist besorgen.v

Chabrun winkte ab. Dann schon lieber Dünnbier.v

Und warum nicht Himbeergeist?v fragte Dietz streit- lustig. Mõchten der Hert Baron sich vielleicht etwas nãher erklãren dv

Gewiß... das heißt, warum nicht gleich Möbelpolitur trinken d»

(Na gestatte mal.

¶Oder meinetwegen Holzspiritus.v

Hier warf Maurer ein:«Nur nicht drängeln, Herrschaf- ten, dazu bringen wir's sicher auch noch. v

Es war das erstemal, daß er sprach. Dietz fuhr herum, als habe ihn etwas gestochen. Er starrte Maurer an. Der saß ruhig da. In seinem Gesicht gab es auch nicht die ge- ringste Bewegung. Nur die großen leuchtenden Augen wa- ren ein wenig zusammengekniffen.

41