die Jagd nach dem Geld ging. Weshalb nur, um Gottvaters willen, hatte er diesen Verleger nicht um Vorschuß gebeten! Der würde erstaunt sein über den neuen Autor, der jetzt, zwei Tage später, mit solch einem Anliegen wiederkam. Übrigens würde kein Vorschuß ausreichen. Er mußte herumfahren und bei seinen sämtlichen Schülern um Zahlung bitten. James Einstein besonders bot eine Chance. James Einstein war gutmütig. James Einstein war reich. Aber der saẞ in seinem Kontor in der City.
Zu Hause las Steiger friedlich am Fenster.
,, Gefunden?" fragte er, als Ludwig hereinstürmte. ,, Lieber Himmel, in welchem Zustand-"
Er war aufgestanden, strich mit seiner Hand Ludwig das Haar zurecht, rückte die verschobene Halsbinde an ihren Platz.
,, Sie müssen gleich hin zu ihr!" Er berichtete fliegend. ,, Ich will nicht, daß sie allein ist. Was mache ich bloẞ, wenn sich dieser Occam nicht sprechen läßt! Geld für Taxis habe ich auch nicht. Und alles andre dauert zu lang!"
Steiger sah ihn an.„ Jetzt ist es Zeit," sagte er feierlich.
,, Zeit wofür?"
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Steiger kniete nieder, schloß an Mrs. Carpenters geschmackloser Kommode die unterste Schublade auf, räumte Wäschestücke beiseite, und bot Ludwig, noch auf den Knieen, auf seiner flachen Hand das grünleuchtende Kleinod hin, den Smaragd seines Hauses.
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