dem letzten Satz das Anfangsthema in einen milchigen Glanz.
In der Pause gingen sie hinaus, um eine Cigarette zu rauchen. Ruth warf die ihre gleich wieder weg, mit angewidertem Ausdruck.
,, Schmeckt nicht?" fragte Ludwig. ,, Sagen Sie einmal, was ist das mit Ihnen." Er legte ihr seine Hand auf die Stirn. ,, Ein bißchen heiß sind Sie auch."
In diesem Moment fiel sein Blick auf eine kleine Gruppe, die eben aus dem Saal getreten war. Und er sah Susanna.
Sie hatte ihn auch schon erkannt, und sie lächelte ihm zu. Verwundert zog sie die Brauen hoch wie bei einer hübschen Überraschung. Ihr Lächeln war genau das, mit dem man unvermutet einen Bekannten entdeckt, den man auf Reisen geglaubt hat.
Da stand sie, hochgewachsen und prächtig, im vollen Strahl einer selbstverständlichen Eleganz. Sie trug ein herrlich gemachtes, schwarzes Kleid, weitausgeschnitten über ihrer reichen Brust, mit nichts als einer Perlenschnur zum Schmuck, und darüber ein silbern schwärzliches Pelzcape. Ihr hellrotblondes Haar hob sich in einer hohen, seidigen Welle von ihrer Stirn auf, in einer Frisur, die dem Gesicht etwas Fremdes, Künstliches gab. Verändert erschien auch ihr Mund, es war, als seien die Lippen schmaler geworden, nach innen gezogen, von einem verwöhnten oder habgierigen Ausdruck. Aber sie war schöner als jemals.
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