Er rannte aufs freie Feld hinaus, ausglitschend, stolpernd. Das Doppellicht wischte über ihn weg. Knattern ohn' Unterlaẞ, Knattern verstärkt. Jetzt war er gesichtet! Er tat einen Sprung, warf einen Arm in die Höhe nur einen- und ließ sich niederstürzen nach vorn, aufs Gesicht.
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Das Licht ging, kam wieder, schien zu verweilen, kam wieder und noch einmal. Sie sahen ihn daliegen. Schossen sie denn nicht nach, um sicher zu gehen? Er wartete. Den Mund im lehmigen Boden lag er da, seines Todes gewärtig. Das Licht kam und ging. Das Maschinengewehr schwieg schon längst. Es regnete schwächer. Tiefste Stille- und Dunkel. Niedergeduckt, halb kriechend, schlich er zurück.
,, Da bin ich, Steiger," sagte er, als er die Tür öffnete. Im Finstern tappte der Andere auf ihn zu. Werkzeug fiel um, es schallte ihnen wie Donner. Dann hatte ihn Steiger ertastet. Er umschlang Ludwig mit seinem Arm, er suchte mit dem Mund seine Brust und küẞte ihn auf das Herz, wieder und noch einmal, inbrünstig. ,, Du wirst Dich schmutzig machen, Du Lieber," sagte Ludwig.
War es angezeigt, noch zu warten? Schwere Entscheidung. Wenn sie vom Lager herunter kamen, um den Toten zu holen! Wenn sie nochmals das Feld ableuchteten und der Tote verschwunden war...
Sie verließen den Unterschlupf. Sie tappten über das dunkle Feld. Eine Furcht fiel Ludwig an, Martis könne beim Maschinengewehrfeuer sie beide erledigt
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