Stadt zu durchqueren. Der Wagen hielt. Einer der Uniformierten vorne sprang vom Sitz. Man hatte zu warten. Sächsische Stimmen und Tramgeläute schallten herein. Es dauerte lang, ehe man wieder auf der Landstraße rollte.
Von links fiel ein Sturm den Wagen an, daß er sich zu biegen schien. Es wurde kälter. Durch einen Spalt zwischen Vorhang und Wand sah Ludwig wirbelnde Blätter. 1 sompied ab
دو
, Scheußliches Wetter, Hoheit!"
,, Scheußliches Wetter, Herr Polizeirat."
Man fuhr wohl doch nach Berlin . Wollten sie ihn zur Abschreckung in großer Zeremonie guillotinieren? Einen Fürsten hatten sie noch nicht umgebracht, mindestens öffentlich nicht.
,, Ich hätte Ihnen Kaffee geben lassen sollen," sagte Herr Donner plötzlich ,,, Sie haben ja nicht gefrühstückt." Er schüttelte mißbilligend den Kopf über seine eigene Vergeßlichkeit.
Das klang kaum nach Exekution. Und nach Berlin fuhr man auch nicht. Ludwig hätte nicht sagen können, woher ihm die Gewißheit kam. Vielleicht spürte er die Himmelsrichtung- oder war es die große Stadt, die passiert worden war? Zwischen Dresden und Berlin lag keine. Cottbus vielleicht? Aber Cottbus war nur ein Städtchen. Er würde den Herrn Polizeirat um eine Landkarte bitten...
Dies dachte er schon nicht mehr klar. Er war unversehens in Schlaf gefallen. Sein Kopf schwankte hin
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