nehmer Stelle sich zum Wort melden durften. ,, Die Wissenschaft unseres Landes hat noch immer einen Ruf und eine Würde zu verlieren. Möge sie doch auf sich achten! Qui mange du Nazi en meurt."
Als Rotteck zu Ende war, entstand eine Stille. Er schob seine Augengläser zur Stirn hinauf und blickte befremdet erst seine Frau an, dann Ludwig.
,, Na, vielleicht sagen Sie was, Prinz von Sachsen ," meinte er nicht ohne Gereiztheit.
دو
, Herr Geheimrat- ein vorsichtiger Mann würde diesen Aufsatz bestimmt nicht veröffentlichen."
,, Nicht veröffentlichen! Und warum denn nicht, wenn's beliebt? Weil ich vielleicht bei diesem stänkernden Klüngel von kinädischen Totschlägern miẞliebig werde. Am Ende könnte mein Name noch zu dem Obergott selbst dringen, gehässig akzentuiert... Wenn's wirklich gefährlich wäre, mein Prinz, dann würde ich das Artikelchen natürlich doch drucken lassen, es erst noch ein bißchen salzen und pfeffern, denn so ist es ja sanfter als Mandelmilch. Aber wo ist die Gefahr! Lesen Sie keine Zeitungen? Ist Ihnen entgangen, daß diese ganze gottvolle Bewegung überhaupt schon erledigt ist, asthmatisch aus ihrem letzten stinkenden Loche pfeift? Zwölf Millionen drängende Schulden hat diese redliche Partei zusammengehäuft und weiß nicht, wo den ersten Tausender hernehmen. Sie stehen ja an allen Straßenecken in ihren kotbraunen Hemden und klappern mit ihren Büchsen. Selbst unsere Herren Industriellen, so in
58


