buchstück vom Kaiser Maximilian, das er in alten habsburgischen Zeiten in der Volksschule hatte auswendig lernen müssen.
,, Auf der Jagd," sagte der junge Gast ,,, gewissermaßen."
Als er sich eine Viertelstunde später entkleidete, riẞ ihm unter seinen erstarrten Fingern eine dünne Kette aus Platin, die er um den Hals trug, und ein schwerer Gegenstand fiel auf den schäbigen Bettvorleger. Betroffen schaute er darauf nieder, hob ihn auf und legte ihn auf den Nachttisch, neben das Teegeschirr. Er nahm einen Schluck von dem heißen, fadschmeckenden Trank und schielte dabei auf das grüne Ding. Es war flach wie ein Amulett oder Medaillon. Er setzte die Tasse weg und nahm es zur Hand. Es schien sein Interesse zu fesseln, obgleich er es doch am Leibe getragen hatte und also eigentlich kennen mußte. Aber vielleicht kannte er es eben darum nicht genau.
So verhielt es sich. Dies Medaillon oder Amulett hatte er seit seinem zehnten Geburtstag um den Hals getragen, siebzehn Jahre lang, ununterbrochen, sogar im Bad. Und gerade heute, gerade hier, war nun die kurze Schnur gerissen, und das Ding war zu Boden gestürzt. Er konnte nicht umhin, das seltsam zu finden. Es ging ihm sogar ein kleiner Schauer durch den Leib, und der kam nicht von der Kälte.
Er schlüpfte in's Bett und verbrannte sich den Fuß an der blechernen Wärmflasche, die man ihm unbe
15


