Morgen
Mondsichel am Vormittag
SCHWIMMST IM BLAUEN OZEAN
Auf der Strahlen Meere,
Schwimmst, der Sichel leichter Kahn,
Frei von Druckes Schwere.
Warfst der langen Nacht Ballast
In des Äthers Weiten,
Läßt dich, los der dunklen Last,
Auf der Bläue gleiten;
Segelst duftig, ohne Neid
Auf den großen Bruder,
Übergabst ihm rechter Zeit
Der Regierung Ruder.
Darum fährst du, leicht und schön,
Labsal unsrer, Augen,
In der Wellen Tal und Höhn
Deinen Kiel zu tauchen.
O, daß unser Schifflein auch
Still und ohne Sorgen
Glitte durch der Gnade Hauch
In den ewgen Morgen!
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