ikolai
Denn wie du ohne eignes Tun und Drängen Im Todesleib zum Erdenleben kamst,
So wisse: ohne dich je anzustrengen, Daß du das Jesusleben überkamst, Noch ehe du warst erdgeboren Und sündverloren.
O, daß ich könnte meine Feder tauchen Tief in die Tinte Seiner Wahrheit hold,
Dir mit dem Odem Seines Geists einhauchen Das Evangelium, wie ich gern gewollt!
Ist doch das kühnste Wort von allen
Ein schwaches Lallen.
Da heimlich dich getauft dein frommer Ahne, Wardst du der Liebe an das Herz gelegt, An deinem Anfang schau die Kreuzesfahne! Dir ward das Bild des Siegers aufgeprägt: Horch, es umrauschte deine Wiege Das Lied vom Siege!
Mit einem Schlage kannst du alles haben, Du Gotteskind, so traue deinem Glück! Laß du die Toten ihre Gräber graben Und freu dich in des Glaubens Augenblick: Schon mitten in der Welt Getümmel
Bist du im Himmel!
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