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Der Gottesfreuden Überfülle, Sie ist in unsern Schoß gelegt. In seines Friedens selger Stille
Wird unser Herz nicht mehr bewegt Vom wilden Lärm der Leidenschaften, Die unsrer Seele Leiden schafften, Weg, weg, wir kennen euch nicht mehr! Der unter weißen Lilien weidet, Mit Tulpenzartheit sich gekleidet, Ist unsre Leidenschaft, nur Er!
Ihr weltverliebten Kümmernisse Um Ehrenkränze dieser Zeit ―: Uns schimmert durch der Gräber Risse Schon jetzt der Kranz der Ewigkeit; Mag uns die Schande hier verzehren Nicht einer von uns soll sich wehren, Wenn ihm der Ruhm des Tags versagt. Lebt wohl, ihr Reichen und ihr Großen, Die ihr den König ausgestoßen Und wie ein Wild hinausgejagt!


