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Und ich sah mit Beben, daß mein eigner Wille
Sich dem fremden hätte eng vermählt;
Daß ich durch des Wahnes und der Wünsche Brille
Nur beschaute Reiz und Trug der Welt.
Unbarmherzig wurde ich zur Jagd getrieben Auf der Seifenblasen täuschend Spiel,
Doch was war von all dem Flittertand geblieben, Als daß ich noch mehr der Jagd verfiel?
Ach, das Hungern, ach, das Dürsten, ach, das
Brennen!
Himmelhoch der Sehnsucht Flamme stach,
Und mich peinigte der Gier verzweifelt Rennen, Bis mir endlich alle Hoffnung brach!
Und es schien, als hätte mir das Blut gesogen Gierig aus den Adern der Vampyr,
Und als würd' ich ohne Widerstand gezogen
An des Abgrunds Rand vom Höllentier.
Da ist dieser Stärkre zu mir hergetreten,
Der den Starken überwunden hat,
Und was nicht gelang der Menschen Ringen, Beten,
Hat geschenkt mir Seine Kreuzestat.


