Blinden Arzt
Und o, wie bricht aus allen Lichtes Licht Das unbestechliche Gericht
Auf den, der in der Kindheit
Schon liebte Finsternis
In seines Herzens Blindheit,
Die ihn ins Dunkel riẞ
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nes Licht,
auf
O Nacht, o Schuld, o Fremdheit!
Und ist genug gespürt der Schulden Qual,
So tritt vor mich am Marterpfahl,
Wo, wie im WORT zu lesen,
Du für die Gottesblinden
Der große Arzt gewesen,
Daß sie wohl Heilung finden
Und zum Gesicht genesen.
Drum laß mich schaun, der Blinden Arzt so mild,
Zuerst, und schaun zuletzt, Dein Bild,
Daß ich mit Danken drücke
Die helfenden, die Hände.
Und die geheilten Blicke
An meinem letzten Ende
Zu Deinem Kreuze schicke!
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