Sein Bild
ZU TIEF HAT SICH SEIN BILD Schon eingegraben
In unseres Volkes Antlitz, runentief,
Und seines Geistes brunnenfrische Gaben, Sie haben eng sich uns vermählt, er rief
Die Väter wach in schattendunklen Wäldern Germaniens, wo einst ihr Geheimnis schlief, In Wiesen, mondkühl, und auf Feldern Des Grauens, wo die Jugend überlief
Zum Kreuzesbanner froh, in hellen Scharen, Bezwungen durch der Boten kühnes Wort Vom Heliand, dem Sohn des wahren
Walters und Herrn der Welt, am Kreuz durchbohrt.
Und wie sie geistgeleitet sich entschieden Für Heliands Heerfahrt ein für allemal, So blieben sie in Seiner Kirche Frieden, Im Wort der Bibel und im Abendmahl.
Sie beugten tief vor Christus ihre Knie Und meinten nicht, daß dies unmännlich sei, Und ihre Dankeslieder stiegen, siehe,
Zu Ihm empor, weil Er sie machte frei.
Der Feldherrn viele zogen in die Schlachten, Vertrauend sich dem Kreuze ganz und gar, Der Kaiser hocherlauchte Reihen brachten Ihm ihres Reiches Macht und Krone dar.
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