schwere Opfer bringen müssen. Wohl endete vor vier Jahren der zweite Weltkrieg, doch kann von einem Frieden nicht die Rede sein, wenn trotz aller Bemühungen der UNO , an vielen Stätten des Erdballs noch die Waffen sprechen und neue Kriege angefacht werden.

Keine idealere Sache kann es geben, als alle Kräfte zu­sammenzufassen, die auf ihr Panier die Sicherung eines_dau­ernden Weltfriedens verkünden und erstreben. Der Inder Ghandi, wie der Schwede Graf Folke Bernadotte haben für das hohe Ziel ihr Leben eingesetzt und geopfert. Mögen die Namen dieser beiden ehrlichen Verfechter des Friedens allen Völkern als Fanal voranleuchten.

Als nach dem ersten Weltkrieg die Kriegsteilnehmer vieler Länder sich zusammenschlossen zu Organisationen, welche als alleiniges Ziel die Verhinderung zukünftiger Kriege forderten, da konnte man die Hoffnung schöpfen, daß dieser Weg zum Frieden ein gangbarer sei. Der zweite Weltkrieg zerstörte diese Illusion vollends. Die Soldaten der sich bekämpfenden Heere konnten keine Bindungen haben, weil sie sich nicht kannten; ohne sich zu kennen, mußten sie das blutige Werk des gegen­seitigen Vernichtens ausführen.

Einen neuen Weg zur Völkerverständigung möchte ich daher zeigen, den Weg über die Friedensbereitschaft der ehemaligen politischen Insassen der Konzentrationsläger. Hier wurden die Angehörigen aller Nationen durch die Hitler- SS und Gestapo zusammengetrieben, um vernichtet zu werden. Auf Tod und Verderben wurden die Opfer des Hitler- Regimes zwangsweise miteinander zu einer Schutzgemeinschaft zusammengeschweißt, die um ihr Leben kämpfte gegen einen einzigen Feind die völker­mordende SS. Diese, dem Tode geweihten Konzentrationäre, welche sich als verläßliche Kameraden schätzen lernten, sie sollen berufen sein, jene in den Konzentrationslägern geknüpften Fäden der Kameradschaft zu einem unzerreißbaren Band inter­nationaler Verständigung, mit dem Endziel des Völkerfriedens zu flechten.

Als internationale Widerstandskämpfer kannten sie im Kon­zentrationslager keinen Standesunterschied, keine Nation, kein Glaubensbekenntnis und keine Rasse; sie kämpften für Leben und Freiheit aller, die Menschenantlitz trugen, gegen ihre Pei­niger und Unterdrücker, welche nur ein Menschenantlitz zeigten, aber keine Menschen waren.

Wohl sind Millionen unserer Besten in den Konzentrations­lägern hingemordet worden, aber es ist doch einigen tausenden Konzentrationären gelungen, die Freiheit wieder zu erlangen, dank der Befreiungsaktion der Alliierten, die gleichzeitig noch vielen Tausenden das Leben rettete. Freiheit und Leben zu erhalten für uns alle, für unsere Kinder und für die kommen­den Generationen zu sichern, sei uns heilige Verpflichtung. Diese Verpflichtung muß feste Formen annehmen durch die Auf­richtung einer Organisation, die Freiheit und Frieden gewähr­leistet.

Ein furchtbares Erbe hat die jetzt lebende Generation über­nehmen müssen; auch die kommenden Geschlechter werden noch zu kämpfen haben, die Spuren der Verwüstungen zu be­

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