T-
IC-
kenntnis und Lehre ziehen, alles daran zu setzen, um zu ver- hindern, daß ein neuer Diktator ersteht, der Menschheit und Kultur vollends ausrottet.
Niemals dürfen wieder Konzentrationslager als Marterstätten und Exekutionsplätze von Nationen errichtet werden, die An- spruch auf die Bezeichnung Kulturvölker erheben. Mit Schau- dern müssen sich jene Gemarterten abwenden, die in den Höllen des Tyrannen Hitler die besten Jahre ihres Lebens zu- zubringen genötigt waren.
Wenn ich heute im Kreise vertrauter Freunde häufig die Frage gestellt bekomme, wie es möglich war, diese furcht- bare Zeit zu überstehen, dann muß ich sagen, daß das Schick- sal dem Menschen oftmals Wege zeigt, die er sich in seiner Phantasie niemals träumen ließ. Wer in das Konzentrationslager kam, konnte sehr bald aus der dort herrschenden Atmosphäre lernen— wenn ihm Zeit dazu gelassen wurde. Nichts war einfacher, als die Nazis zu bluffen. Schwierig war es, sich vor den Spitzeln und Verrätern zu schützen. Augen und Ohren mußte man ständig spielen lassen, um sich im gegebenen Mo- ment den Verhältnissen anzupassen. ‚Immer hieß es: Kopf hoch! um das Schicksal mit einem unbeugsamen Lebenswillen zu meistern.
HERMANN LODEMANN mINISTERPRASIDENT DES LANDES SCHLESWIO-HOLSTEIN(24b) KIEL Ar pgzember 1948
Presse he In 1grn BR
Heinrich Lienau, Flensburg , Am Pfgrdewasser 4, befand sich als politischer Häftling in dem Konzentrationslager Sachsenhausen bei Oranienburg , als ich dort zu Anfang des Jahres 1945 einge- liefert wurde.. Er hat meine Haft bis zb dem Zeitpunkt, wo wir durch die Russen befreit wurden, geteilt.
Lıenau war ein vortrefflicher Kamerad, der durch seine hilf- reiche Art menchen Schicksalsgerlossen vor dem Untergang bewahrt


