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Zwölf Jahre Nacht : mein Weg durch das "Tausendjährige Reich" / von Heinrich Lienau
Entstehung
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führer Hansen von der Bauleitung Berlin- Lichterfelde verfügt am 17. 2. 1942, daß alle Arbeiten für den Rüstungsbedarf zu­rückzustellen seien, damit sein Wintergarten noch bis zum 1. 3. fertiggestellt werden konnte. Vom SS- Gruppenführer Eicke sei vermerkt, daß dieser ein Hundebett anfertigen ließ, welches sich dem gemaserten Holz der Schlafzimmermöbel seiner Tochter anpaßte. Die darauf verwendete Arbeitszeit betrug eine Woche. Hier sei eingeschaltet, daß Eicke als SS - General vor Leningrad gefallen ist, während seine Frau nebst Tochter es weiter mit einer weniger komfortablen Bettstelle in einem Barackenlager bei Flensburg fürlieb nehmen mußte.

Über den bereits genannten Kommandanten Loritz, dem Potemkin des Lagers, soll nachstehende soll nachstehende kleine Biographie beleuchten, was der Nachwelt bekannt werden muß. Loritz hatte vom Dezember 1939 bis zum 21. August 1942 unum­schränkte Gewalt im Lager und war Herr über Leben und Tod der Häftlinge. Seine Brutalität war geradezu sprichwörtlich ge­geworden. Als Betrüger, Erpresser und unter Ausnutzung seiner Position zum eigenen Vorteil rangierte er mit an der Spitze der Sinekuren- Inhaber.

Am Wolfgangsee im Salzkammergut ließ er sich eine der luxuriösesten Villen bauen, an der zeitweilig 24 Häftlinge des Lagers Sachsenhausen als besonderes Arbeitskommando ,, Am See" eingesetzt waren. Der Besitz lag in St. Gilgen ( Franzosen­schanze). Fast das gesamte Baumaterial, selbst Klinkersteine und Bäume wurden in Lastautos von Sachsenhausen zum Wolf­ gangsee transportiert, daneben noch eine transportable Jagd­hütte nebst betoniertem Ententeich!

In großer Zahl wurden Gemälde nach dort verfrachtet, welche die Künstler unter den Häftlingen ausgeführt hatten; außerdem etwa 60 Teppiche und Brücken, gleichfalls im Lager gewebt. Lampenschirme aus Leder, Wäschekörbe, Tische und Sessel aus Flechtwerk, Briefbeschwerer mit Helmverzierung aus Silber und tausend nicht aufzuzählende Gegenstände, von Häft­lingen gefertigt, empfing die Villa am Wolfgangsee . Daß die gesamten Zimmerausstattungen gleichfalls von Sachsenhausen kamen, braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden. In den Felsen wurde ein Bootshaus für das Motorboot gesprengt, wofür tausende Mark verausgabt wurden.

Wer war nun dieser Loritz? In Augsburg hatte er als Gas­werkskassierer begonnen, hatte zeitweilig den ehrenwerten Beruf eines Zeitungsverkäufers und Austrägers ausgeübt und fand rechtzeitig den Weg aus seiner engen Wohnung im Hinterhaus in die SS, wo er durch skrupelloses Niedertrampeln seiner Rivalen sehr bald an leitender Stelle stand. Als er Kommandant von Sachsenhausen ward, gewahrte er dort unter den Häftlingen einen ehemaligen Vorgesetzten, den Landtagsabgeordneten Cle­ mens Högg ( Soz.),( Nr. 16 003).

Dieser Mann konnte, da er seine Vergangenheit kannte, den Nimbus Loritz' trüben. Daher ließ er ihn kurzerhand in den Zellenbau bringen, in welchem er jahrelang allen Schikanen und Quälereien der SS ausgesetzt, zubringen mußte. Ein Un­glücksfall im Zellenbau( Oberschenkelhalsbruch) war die Ur­

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