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Familien zu Hause hungern mußten, weil ihr Ernährer im KZ saß, und somit keinen Pfennig ihr eigen nannten, sie wurden den Besuchern gegenüber als faul bezeichnet. Den Besuchern wurde verschwiegen, daß es sich bei den ausgezahlten Geldern nicht um verdientes Geld im Lager handelte, sondern um! eigenes Geld, das ihnen von ihren Familien überwiesen wurde.
Bevor der Rückweg durchs Tor angetreten wurde, noch einen kurzen Orienlierungsbesuch in einer der Musterbaracken 2, 3, 4, 5 oder 6. Tische und Bänke waren korrekt ausgerichtet; im Schlafsaal ein Bettenbau, an welchem jeder Feldwebel beim Kommiß seine helle Freude haben konnte. Ja, ja, die Häftlinge, hatten die ein Leben! Auf den Tischen lagen Brote, welche ausgeteilt werden sollten, und daneben einige Würfel bester Butter oder Margarine und eine große Schale Marmelade.
Voll befriedigt über alles Gesehene und Gehörte traten die Besucher gemächlichen Schrittes den Rückweg zur Komman- dantur an, während in der Küche eilends sämtliche Schweine- hälften auf Wagen verladen und zur Kantine der SS in der Kommandantur zurückgeschafft wurden; denn nicht die Häft- linge, sondern die SS -Leute waren diejenigen, welche sich an Schweinekoteletts gütlich tun sollten. Vom Topf mit dem Re- klame-Essen aus der SS -Küche war allerdings nichts mehr übrig geblieben, weil einige alte Lagerhasen, die den Rummel aus Erfahrung kannten, diese Rarität schon ausgelöffelt hatten. Für das Lager lautete der Speisezettel auf Weißkohlsuppe mit erfrorenen‘Kartoffeln, aus der nicht ein einziges Fettauge her- ausschaute, aber am Tisch in die Blechschüssel umsomehr Augen hineinsahen, welche nach einer Fleischfaser Ausschau hielten,
Auch die Kantine hatte wieder ihr alltägliches und ärm- liches Aussehen bekommen. Die Plakate mit den in groß- zügiger Weise angekündigten Delikatessen aller Art mußten wieder entfernt werden und wanderten in den Ofen. Der Spuck von den Fleischtöpfen Ägyptens war vorüber; der Geist Po- temkins hatte sich verflüchtigt und schwebte nunmehr über der Kommandantur, wo sich Loritz von den hochbefriedigten Gästen wieder einmal verabschiedete, innerlich erfreut, auch diese Ge- sellschaft gehörig düpiert zu haben.
Sobald die Besucherkommission das Lager wieder verlassen hatte, begann das Mißhandeln und der Betrug an den Häftlingen in altgewohnter Weise. Die in der Kantine für 45 Pig. an- gekündigten Brote mußten wieder mit 60 Pfg. verkauft wer- den, die Gurken 30 statt 10 Pig., die Marmeladen 80 statt 40 Pig, usw. Die behördlich untersagten Kuppelungsgeschäfte— lt. Bekanntmachung der Preisprüfungsstelle Berlin — waren Im Lager gang und gäbe. Man kehrte sich keineswegs an die diesbezüglichen Bestimmungen. Der„Völkische Beobachter“ vom 26. 3. 194% schrieb zwar:„Der Gewinn des Einzelhändlers am Verbrauch darf mit RM 6,— überschritten werden, vom Großhändler an den Einzelhändler nicht mehr als RM 8,80(per 100 kg). Es braucht nur der Artikel Sauerkraut erwähnt wer- den, der im März 1942 mit 45 Pfg. pro Pfund an die Häft- linge verkauft wurde, und der Gemüsesalat(Kartoffeln, Rüben,
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