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Zwölf Jahre Nacht : mein Weg durch das "Tausendjährige Reich" / von Heinrich Lienau
Entstehung
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Arbeit anzutreiben hatte und dem auch die Aufgabe oblag, das ihm übergebene Opfer bei sich passender Gelegenheit selbst umzulegen. Zur Ehre dieser BVer soll jedoch vermerkt werden, daß sie dieses teuflische Ansinnen mit den Worten ablehnten: Wenn die Politischen umgebracht werden sollen, dann mag die SS es selbst tun".

Außer den vorgenannten Opfern Große und Guggenhahn brachte die SS es nicht zu Wege, weitere Kameraden durch Gewalttaten zu erledigen. Im übrigen sorgte die gut organisierte internationale Widerstandsbewegung der Politischen Häftlinge im Lager dafür, daß durch Sammlungen von Lebensmitteln die auf etwa die Hälfte herabgesetzten Rationen soweit wieder aufgefüllt wurden, daß die Ausgemergelten am Leben erhalten werden konnten.

Wie schon eingangs erwähnt, wurde der Verwaltungs­apparat auigezogen wie in einer politischen Gemeinde. Es exi­stierte ein Krankenbau mit allen erdenklichen Einrichtungen, um einen erkrankten Häftling wieder gesunden zu lassen, wenn sich die SS nicht quer legte, was leider häufig der Fall war. Eine Gemeinschaftsküche und ein Proviantamt sorgten für die Verpflegung. Eine Wäscherei für saubere Wäsche, ein Bad für 14tägige Reinigung, so daß im allgemeinen gesehen, es den Häft­lingen so einigermaßen erträglich gehen konnte, wenn nicht die SS - Blockführer und die Schar der sonstigen Quälgeister den Häftlingen das Leben zur Hölle machten.

Die Politische Abteilung im Lager hatte nur die Aufnahme der ,, Zugänge" und Anlegen der Akte vorzunehmen. Dann wanderte die Akte in die Kommandantur, wo sich der eigent­liche Sitz der Politischen Abteilung befand, und ausschließlich SS - Leute tätig waren. In die hier weiter geführten Akten konnte ein Häftling aus der Politischen Abteilung des Lagers keine Ein­sicht nehmen, denn hier waren alle Akten und Schriftstücke Geheimakten. Erst als der Mangel an SS - Kräften größer wurde, griff man im Februar 1942 zum Einsatz eines Häftlings, dem bei Todesstrafe eingeschärft wurde, über alles Gesehene und Ge­hörte unbedingtes Schweigen zu bewahren. Mir wurde zuerst diese Position in der Politischen Abteilung übertragen. Die Mitarbeiter in der Politischen Abteilung des Lagers waren durch­weg Politische, die dort als Schreiber und Dolmetscher ihre Tätigkeit verrichteten. Es soll hier vermerkt werden, daß im Lager 36 verschiedene Sprachen gesprochen wurden, wofür auch die entsprechenden Dolmetscher zur Verfügung standen. Wurde vom Kommandanten, dem Lagerführer oder sonstwo ein Ausländer vernommen, so mußte die Politische Abteilung einen Häftling als Dolmetscher stellen; denn unter den SS­Leuten fanden sich keine Fremdsprachlichen, wenn man von der von ihnen zumeist gebrauchten Sprache des Knüppels und der sonstigen Schlagwerkzeuge als besondere Sprache absah.

Das Leben in der Aufnahme der Politischen Abteilung wurde den dort tätigen Häftlingen durch die SS zur Hölle gemacht; denn ständig wurde überholt, um festzustellen, ob dort nicht staatsgefährliche Dinge betrieben wurden. Das stän­dige Mißhandeln der Schreiber gehörte mit zu den alltäglichen

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