Druckschrift 
Zwölf Jahre Nacht : mein Weg durch das "Tausendjährige Reich" / von Heinrich Lienau
Entstehung
Einzelbild herunterladen

reste rollen, daß sie wie die Schweine aussehen, die im Dreck gewühlt haben. Rein in den Waschraum und notdürftig den gröbsten Schmutz mit eiskaltem Wasser wieder abgewaschen. Wieder raus und stillgestanden. Das Zeug des einen ist nach Ansicht Bugdallas nicht sauber genug geworden, weshalb er diesen eigenhändig mit dem Wasserstrahl aus dem Gummi­schlauch behandelt. Triefend vor Kälte und Nässe bleibt er vor der Baracke stehen, während die übrigen nach dem Appell wieder in die Baracke treten können.

Grausige Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Zwischen den Baracken B und E wird der transportable Galgen auf­gestellt. Hm, hm, wer wird heute beim Abendappell das Opfer sein? Niemand weiß es, selbst der zum Tode durch den Strang Verurteilte weiß es nicht. Er wird noch ahnungslos auf seiner Arbeitsstelle wirken oder mit einer Vorahnung in der SK angstvoll durch das Gitter der Isolierung zum aufgerichteten Galgen hinüberblicken. Es war inzwischen im Lager verlaut­bar geworden, daß auf dem Klinker" jemand geflüchtet sei und mit verspätetem Appell und evtl. Stehen auf dem Appell­platz während der Nacht zu rechnen war, sofern der Geflüchtete nicht ergriffen würde.

Die Glocke ruft zum Appell. Auch die ,, Klinkerleute" kom­men durch das Tor. Auf dem Arbeitskarren, der von einem Dutzend Häftlingen gezogen und geschoben wird, liegen drei Tote, davon einer mit Schußwunden durch Kopf und Rücken. Die beiden anderen waren Opfer der Kälte und der Mißhand­lungen geworden. Die Leichenkarre holte sie zum Leichen­keller ab. Der Erschossene war der Geflüchtete. Auf einer Bahre wurde er, mit entblößtem Oberkörper auf der Beton­straße für die einrückenden und anrückenden Kolonnen zur Schau gestellt, damit allen vor Augen geführt werden sollte, was jedem ,, blühte", der es wagen sollte, aus dem KZ zu ent­fliehen.

Alle Blocks sind zum Appell angetreten. Durch das Tor kommt der Lagerführer, etwas verspätet der Kommandant mit einigen unbekannten höheren SS- Führern, die offenbar Zu­schauer bei der vorzunehmenden Strangulierung sein wollten. Vom Wachtturm meldet der SS - Wachtposten in üblicher mo­notoner Weise: ,, Turm A. Auf Posten nichts Neues!" Nach dem Appell hat alles auf dem Platz zu bleiben, um von dem Lager­führer zu hören, daß jedem, der vom KZ oder von seinem Arbeitskommando zu fliehen versucht, der Tod sicher sei. Dieser Tote auf der Bahre solle als abschreckendes Beispiel dienen.

Anschließend an diese Worte verkündete der Lagerführer, daẞ heute Abend ein weiterer auf der Flucht Ergriffener den Tod am Galgen erleiden würde, weil auch er versucht habe, zu fliehen. Er sei ergriffen worden und würde nun gehängt. Das Tor zur Isolierung öffnete sich und das Opfer aus der SK wurde gefesselt zum Galgen geführt. Willen- und hoffnungslos war der Ärmste die Betonstraße entlang bis zum Galgen ge­gangen. Der dem Tode Geweihte sollte auf das erhöhte Brett treten, welches zwischen den beiden Galgenpfählen angebracht war; dieser Aufforderung kam er nicht nach. Mit brutaler

80

Gewalt w während einem Fu Körper

lang hatt hängten matorium Leichenk

Für

änderung dem Wir Appellpla Es sollte gestimmt bracht un

unser Ka diesem i dirigieren ... ab

ist grün,

Szene ge

Die

Hinrichtu

in die B SS hatte mandant es leidli

belagert, Mann un

zudem n

für die ,,

Ein Bech

nächsten ten Krun

Kartoffel Hunger

Aben

litischen

erfahren

im Lage

gemeldet war daru

einwirku Tagen au von 714 mithin w der sark

innerhall SS und

schafften

An e obachter in USA

6 Lienau,