Druckschrift 
Zwölf Jahre Nacht : mein Weg durch das "Tausendjährige Reich" / von Heinrich Lienau
Entstehung
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,, Er ist schwer nierenleidend, Überführung in ein KZ wird angeordnet, Krankenabteilung, voll arbeitsfähig und gesund."

Der Polizeiarzt im Polizeigefängnis Königsberg/ Pr. urteilt über Franz Gerlach, Zugang vom 19. Dezember 1942:

,, Lagerhaft- und arbeitsfähig. Leidet an einem manns­kopfgroßen Wasserbruch. RKPA ersucht um Mitteilung, ob G. so hergestellt ist, daß er später der Wehrmacht überstellt werden kann."

Alle Bruchleidenden wurden im KZ operiert. Wer sich vor der Operation drücken konnte, tat es, denn es war bekannt, daß nur wenige Operierte am Leben blieben. Auch ich habe es vorgezogen, mein Leiden erst nach meiner Befreiung ope­rieren zu lassen.

In vorstehenden Fällen wurde gezeigt, daß neben faden­scheinigen Haftgründen auch vielfach Verdachtsgründe als aus­reichend für die Überführung ins KZ galten. Doch waren auch Fälle gang und gäbe, daß jemand ins KZ kam, wenn er durch Freispruch vor einem Sondergericht von jeglichem Verdacht gereinigt wurde. Alfred Durych( 48 424), Zugang vom 22. Sep­tember 1942, war vom Sondergericht Leitmeritz von der An­klage wegen Abhörens fremder Sender freigesprochen worden; dennoch kam er ins KZ. Die Zahl dieser Überführungsgründe läßt sich an Hand der vorliegenden Akten endlos weiterführen.

Bald nach der Besetzung Norwegens landete der Geschäfts­führer einer großen Berliner Pelzwaren- Firma im KZ. Zu ihm war eine recht vornehme Dame gekommen, um einen Pelz umändern zu lassen. Nachdem sich der Geschäftsführer den Mantel hat zeigen lassen, erklärte er, diesen nicht ändern zu wollen, Empört über diese Weigerung sagte die Dame: ,, Wissen Sie, wer ich bin?" ,, Wer Sie sind, ist mir gleichgültig!" ,, Ich bin Frau v. Terboven, die Gattin des Reichs- Statthalters in Norwegen , und wenn Sie sich weigern den Mantel zu ändern, dann werde ich Ihnen beweisen, was mit Ihnen geschehen wird!"

Auch diese Vorstellung ihrer Person nebst zugefügter Drohung konnte den Geschäftsführer nicht bestimmen, dem Ersuchen der Reichs- Statthaltergattin nachzukommen. Bestimmt eröffnete er ihr: ,, Dieser Pelzmantel ist in unserm Geschäft hergestellt als einmalige Arbeit; es ist der Krönungsmantel der norwegischen Königin Maud ich ändere ihn nicht!" Weil also der Ge­schäftsführer den von der Reichs- Statthaltergattin erworbenen" Krönungsmantel der Königin nicht ändern wollte, kam er ins

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Es war schon davon die Rede, daß kriminelle Nazis als Politische getarnt, zu Spitzelzwecken ins KZ kamen, dort nach kurzer Zeit eine Position inne hatten, die ihnen gestattete, ihr verbrecherisches Treiben eine Zeitlang unbemerkt fortzusetzen. In einem dieser Fälle wird in Sachen Dr. Pechel und Lienau noch die Rede sein, wo der frühere SA- Mann Arthur Wirth, ein Sachse, sich bis zum Vorarbeiter der Häftlingsklasse auf­schwang, dort systematisch Bespitzelung und Denunziation po­

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