hebliche Unruhe in weite Kreise der Bevölkerung trägt und die angesichts des Krieges besonders wichtige Geschlossenheit der inneren Front zu untergraben unternimmt. Sch. ist in das K Lg Sh zu überführen. Überführungsvordruck, Schutzhaftbefehl und kurzer Bericht zur Unterrichtung der Lgkt, sind dem Transport mitzugeben.
Dem Denunziantentum war Tür und Tor im Dritten Reich weit geöffnet. Wer einen unliebsamen Nachbar, einen hartnäckigen Gläubiger, kurzum, sich einen persönlichen Feind vom Halse schaffen wollte, den zeigte er den willigen Achtgroschenjungen der Gestapo als Staatsfeind oder dergl. an. Ohne irgendwelche Nachprüfung der Anschuldigung nahm die Gestapo die Verhaftung vor und erwirkte einen Höllenpaß, genannt ,, Schutzhaftbefehl für das Konzentrationslager, und der Denunziant war seinen unbequemen Nachbar los.
Nachstehend folgt ein besonders krasser Fall, welcher in allen Einzelheiten nachweist, wie ein Naziverbrecher seinen politischen Gegner ins KZ und in den Tod brachte: Der Amtsvorsteher als Ortspolizeibehörde.
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Schutzhaf anlassung
Wie nicht folg. Petersen richtsgefängni gefertigte Sch
aussah:
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Vor
Gebur
Beruf
Famil Staats Religi
Rasse
Wohn
Viöl, den 26. August 1939.
Betr. Anzeige gegen den Bäckermeister Hans Petersen in Viöl und dessen Inhaftnahme.
Auf Grund der anliegenden Vernehmungen ersuche ich hiermit den Herrn Landrat, den Bäckermeister Petersen in Viöl in Schutzhaft zu nehmen und ihn der Geheimen Staatspolizeistelle zu überliefern. Petersen hat es anscheinend darauf abgesehen, unter der Bevölkerung eine schlechte Stimmung zu verbreiten und die deutschen Nachrichten sehr ins Unwahre und Lächerliche zu ziehen. Schon im vorigen Jahr hat er bei der Sudetenkrise ähnliche Äußerungen getan. Er kommt hier von Haus zu Haus, um seine Backwaren abzusetzen, es ist deshalb anzunehmen, daß er in mehreren Häusern solche Äußerungen getan hat und gerade bei unseren Frauen eine sehr miese und drückende Stimmung hervorbringt. Er ist hier als scharfer Gegner von früher her bekannt und in den letzten Jahren entwickelte er sich als Miesmacher und Meckerfritze. Den Hitlergruẞ lehnt er bis jetzt noch ab. Die Erregung hier im Orte ist sehr groß," besonders unter den Parteigenossen. Ich halte es für dringend notwendig, daß es solchen Kreaturen unmöglich gemacht wird, daß sie jetzt, wo die ganze Bevölkerung ruhige Nerven behalten muß, noch von Haus zu Haus gehen können, um eine schlechte Stimmung zu verbreiten.
Ich sehe mich deshalb genötigt, ihn in Polizeigewahrsam nehmen zu lassen und bitte, ihn wegen seiner Äußerungen und wegen der großen Erregung hier im Orte in
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5 Lienau, Zwölf


