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5.
10. Kapitel
In Deutschland ist während der letzten sechs Jahre mehr für die Kultur getan worden, als in England während der letzten hundert Jahre. Hitler .
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Empfang der Zugänge
Ein eisiger Wintermorgen. Bis zum Bersten vollgepfropfte Omnibusse mit Gefangenen rattern auf den holprigen Straßen von Berlin gen Norden, mit dem Ziel: Konzentrationslager Sachsenhausen. Diese lebende Fracht hatte mehrere Nächte in Gemeinschaft mit Verbrechern aller Art, dem Auswurf der Menschheit im Berliner Polizeigefängnis ,, Alex" zugebracht. Alle Autoinsassen waren froh, diese verlauste und stinkende Hölle noch in der Morgendämmerung verlassen zu können. Sachsenhausen! Was wußten die Gefangenen in den Omnibussen von Sachsenhausen schlimmer als im ,, Alex" konnte es nicht sein. Kalt pfiff der Wind durch die Spalten der Fenster in die Abteile. Die letzte Zigarette ging herum, jeder konnte zwei Züge machen. Gleich mußte man am Ziel sein. Eine ,, Rückführung", die mit im Bus saẞ, hatte es so beiläufig bemerkt.
Noch einige Wegbiegungen, und die Wagen stoppten. ,, Alles raus! Zu fünfen antreten!" Ängstlich reihten sich die Häftlinge ein. ,, Willst Du Schweinehund, Du Drecksack, wohl den Hut abnehmen!" und schon hatte ein etwa siebenzigjähriger gelähmter Mann den eisenbeschlagenen SS- Stiefel im Gesäß, mit einer Wucht, daß er auf die zementierte Straße hinschlug und das Nasenbein brach. ,, Wir sollen Dich wohl noch mit einer Sänfte wegtragen? Hebt den ollen Simulanten auf und schleppt ihn durchs Tor!" Barhäuptig zog die lange Kolonne, den Gelähmten zwischen sich tragend, durchs Tor, über dem zu lesen war: ,, Schutzhaftlager".
Schutzhaftlager? Das kann nicht so schlimm sein, Konzentrationslager ist viel schlimmer, so war die Meinung der Angekommenen. Nun standen sie da, in Reihen ausgerichtet und zu fünfen hintereinander, die Kopfbedeckung trotz des eisigen Windes in der Hand, innerhalb des Tores mit dem Gesicht der
4 Lienau, Zwölf Jahre Nacht
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