Um die Mittagszeit lief das norwegische Postschiff ,, Lyra" von Bergen in den Innenhafen ein, während ich mit einigen Isländern am Kai sprach. Zwei in nächster Nähe stehende Zivilisten unterhielten sich in deutscher Sprache und hätten gern erfahren, welches Schiff nun an der Molê beidrehte. Ich glaubte den beiden Fremden die Auskunft geben zu müssen und beide dankten mir gleichfalls in deutscher Sprache. Der eine Herr stellte sich mir vor als Kapitän Bartels von der ,, Samland ", während der andere Herr als Oberingenieur dort Dienst tat.
Nachdem wir uns einige Zeit unterhalten hatten, wurde ich zu einer Besichtigung des Schiffes eingeladen, und nahm die Einladung für den nächsten Nachmittag an; eine Pinasse holte mich am Innenhafen ab. Zunächst wurde ich im Speisesaal empfangen und bewirtet und erhielt auch einige Auskünfte über die Größe des Schiffes und seine Bestimmung. Es sollte die Kriegsschiffe auf See mit Proviant und flüssigem Brennstoff versorgen.
Bei einem Rundgang durch das Schiff erfuhr ich, daß es etwa neunzig Mann Besatzung habe, deren Uniform weder der der Kriegsmarine noch der Handelsmarine glich. Auf dem tiefliegenden Vorderdeck lagen riesige Mengen Schläuche auf Schwimmklötzen; das Vordeck barg Öltanks. Beim Passieren der Provianträume konnte ich nur feststellen, daß diese leer waren, doch sah ich große Mengen von leeren Säcken gestapelt und viele leere Tonnen und Kisten. Ein großer mit Fleischhaken ausgestatteter Kühlraum war gleichfalls leer, so daß ich beim besten Willen nicht verstehen konnte, womit dieses Schiff die ,, Emden " verproviantieren sollte.
Durch weitere Nachfragen erfuhr ich so beiläufig, daß noch ein Schiff gleichen Typs, die ,, Altmark " existiere und beide Schiffe die Aufgabe hätten, im Kriegsfalle den U- Booten zu folgen. Im ersten Weltkrieg hätten die U- Boote die gekaperten Handelsschiffe torpediert und mit der gesamten Ladung in die Tiefe geschickt. In einem kommenden Krieg sollte die gesamte wertvolle Ladung geborgen werden, und zur Aufnahme dieser Ladung seien die ,, Samland " und ,, Altmark " bestimmt. Diese Auskunft genügte mir vollkommen, mich davon zu überzeugen, daẞ Hitler einen neuen Schiffstyp für den nächsten Krieg geschaffen hatte: die Piratenschiffe Seeräuberei in neuer Gestalt.
Für den nächsten Tag hatte ich mich der Besatzung als Führer nach den heißen Quellen bei Hveragerdi zur Verfügung gestellt, wo sich gleichfalls die Trocknungsanlage des von mir geleiteten Unternehmens zur industriellen Auswertung der Meeresalgen befand. Während der Fahrt, die mit mehreren Omnibussen vor sich ging, erfuhr ich noch manches Wissenswerte über die Einzelheiten der auszuführenden Kaperungen am laufenden Band im kommenden Kriege.
Der Zufall brachte mich abends mit einem Schiffsingenieur der ,, Vindictive" zusammen, weil sich dieser mit der Besatzung eines dänischen Motorschiffes nicht zu verständigen vermochte. Nachdem ich das Gewünschte übersetzt und die Dänen sich wieder entfernt hatten, lud mich der Schiffsingenieur ins Hotel
34
meine politisc
strafe als Geg
uns an einen verabschiedet Inzwische seinen Hausr und sich in mitgebracht, um Reykjavi Dann dachte sich zu vers zeitung Mor 1939, inmitter
D
sich fre
Kolonie
6 Uhr
Der Gen granten näm was der ne berichten ha an diesem hatten sich schen und Is Hinter dem Hakenkreuzt Fliegenfänge
rechten Arm gepaßt", w
im Saal alle
einen Gruß
ergänzend eine ganz b
gesetzt habe formen.
Große sollte die Fi
während die Hitler - Jugen verhelfen.
denn es gin und freund
38


