waren ihm stets willkommen. Schon im Münchener Bürger­bräukeller, wo er mit einer Handvoll verkrachter Existenzen den Grundstein zu seiner Nationalsozialistischen Deutschen Ar­beiterpartei legte, war es so. Daß alle arbeitsscheu waren, tat nichts zur Sache, also paßte der arbeitsscheue Heydrich und spätere Reichs- Protektor für Böhmen und Mähren ausgezeichnet in den engeren Zirkel um den Scharlatan Hitler hinein.

Im Flugzeug war Hitler auf dem Flugplatz am Schäferhaus gelandet. Von dort fuhr er durch Flensburgs Straßen, in denen sich die Neugierigen von weit und breit drängten. Man fuhr zum Stadion, wo er einen weiten Blick über die Förde bis zur dänischen Küste hatte. Daß Josef Goebbels mit dem starken Geltungsbedürfnis nicht von seiner Seite wich, muß besonders hervorgehoben werden. Er hatte auch allen Grund in nächster Nähe Hitlers zu bleiben, denn es war ihm schon zugeflüstert worden, daß es hier etwas zu ,, erben" gäbe.

Nachdem Adolf seine üblichen Tiraden über die ,, 14 Jahre Miẞwirtschaft" und die ,, verrottete" Weimarer Verfassung , den versammelten politischen Kindern verzapft hatte, pries er sein ,, Programm", in welchem er die Erhöhung der Viehpreise für die Bauern forderte, damit diese wieder auf die Beine kämen. Endloses Beifallsgeheul der aus den Dörfern herbeigeströmten Besitzer von Mastochsen und Borstenvieh. Ein Flensburger Schlachtermeister H. war derart hingerissen, daß er für Adolf einen geräucherten Schinken stiftete, der mit Hakenkreuz- ge­schmückten Bändern sinnvoll verziert, durch eine Frauendepu­tation der Schlachtergattin selbst, einer Putzmacherin, einer Korsettnäherin und einer angehenden Frauenschaftsleiterin depotest überreicht wurde.

Gerührt und dankbar zugleich blickte Adolf auf dieses saftige Borstenvieh- Hinterteil, doch bedauernd, daß er selbst als Vegetarier leider nichts davon genießen könne, hingegen würde er seiner Schwester dieses nahrhafte Geschenk mitnehmen. Goebbels , der mit scheelen Augen nach dem Schinken blickte, war nicht blöde er nahm den Schinken an sich mit der Begründung, daß er seiner vielköpfigen Familie besser zu statten käme. So kam Josef Goebbels zu jenem Schinken, der Adolf seiner Rede wegen zugedacht war. Auf alle Fälle waren beide davon überzeugt, daß die Leute im Grenzgebiet eine recht nahr­hafte Grundlage hatten, und als dann Hinrich Lohse noch durchblicken ließ, daß jenseits der Grenze Milch und Honig in Strömen fließen, da war Adolfs und Josefs Sympathie für den Norden vollends gesichert.

Noch einige Zeit verweilte Hitler auf dem Stadion, und nachdenklich sinnend ließ er seine Blicke ins gelobte Land" Dänemark schweifen. Erst das Geheul der Zuhörermeute rief ihn in die Wirklichkeit zurück, und als er auf der Fahrt zum Flugplatz erneut angeheilt und angeheult wurde, war in ihm der Gedanke gefestigt, daß in dieser nördlichen Gegend ,, viel zu machen" sei also reifte in ihm vollends der Entschluß zur ,, Aufnordung, wenn nur erst sein Traum in Erfüllung gehen

möchte.

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