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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
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Die Schlacht um das Konzentrationslager Buchenwald war geschla­gen und gewonnen. Zwei Kameraden mußten am Tag der Befreiung sterben. Im ersten Getümmel des Sturmes traf sie die Kugel.

21000 Häftlinge des KZ. Buchenwald sind frei! Hunderte von Häft­lingen, seit der nationalsozialistischen Machtübernahme in Gefangen­schaft, unter dem schrecklichsten Terror, den die Geschichte bisher kennengelernt hat, Tausende, die mehr als fünf Jahre in dieser Hölle Buchenwald geschmachtet haben, sind frei!

Frei! Sie dürfen nicht mehr geschlagen werden! Man darf sie nicht mehr treten und auspeitschen, man darf sie nicht mehr erschießen. 21000 Häftlinge sind wieder Menschen geworden! Sie dürfen wieder an die Heimat denken, an ihre Rückkehr in die Heimat glauben, glau­ben auch an das Wiedersehen mit Menschen, die ihnen in all den Jah­ren genommen waren. Und wenn der Vater nicht mehr das Kind findet und einem erwachsenen Menschen die Hand drückt, wenn der Mann, der die junge Frau verlassen hat, nun eine von Gram verhärmte Frau wiederfindet, es war nicht umsonst. Die Knechtschaft ist zu Ende. Die faschistische Bestie liegt im Verrecken.

Rudi Jahn , Leipzig , Buchenwald - Häftling Nr. 5495 unter Verwendung des Materials des internat. Lagerkomitees

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Das befreite Lager Buchenwald

Nachdem das internationale Lagerkomitee, bestehend aus einer An­zahl bewährter antifaschistischer Kräfte aller Nationen, die Macht im nunmehr befreiten Konzentrationslager Buchenwald übernommen hatte, begann der letzte Abschnitt der Geschichte des Lagers.

Die Antifaschisten aller Nationen, die bisher unter Lebensgefahr ihre unterirdische politische Arbeit leisten mußten, konnten nun offen auftreten. Überall wurden Büros der antifaschistischen Landsmann­schaften eröffnet, politische Versammlungen der verschiedenen Na­tionen durchgeführt und die Vorbereitungen für die Heimreise getrof­fen. Es galt vor allen Dingen die Antifaschisten aus den einzelnen Tei­len und Städten Deutschlands , aus den verschiedensten europäischen Ländern für den späteren Kampf zur restlosen Ausrottung der Reste des Faschismus in der Heimat zu organisieren und politisch auszu­richten. Überall sah man Plakate, Transparente und handgemalte und geschriebene Wandzeitungen in allen Sprachen Europas . Über dem

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