wurde, kam uns zum Bewußtsein, welch ein unüberwindlicher Geist von diesen beiden Männern ausging. Das Lager stand wie ein verwaistes Kind, dem der geliebte Vater gestorben war.
Aber die Kraft der Idee gebar immer wieder neue Helden, die mit Leib und Leben die Lücke schlossen, die die Dahingesunkenen in unsere Reihen rissen. Einer von ihnen, ja einer der Allerbesten, der es hundertmal verdient, mit Pfarrer Schneider und Walter Stöcker in einem Atem genannt zu werden, war der kommunistische Landtagsabgeordnete Walter Krämer, der Vorarbeiter des Krankenbaues.
Tag für Tag befand sich dieser tapfere Kämpfer in der Gesellschaft des Todes, im Kampf um das Leben seiner Kameraden. Mit ungeheurer Energie erarbeitete sich Walter Krämer , der einfache Hafenarbeiter, das Wissen und Können, um mit Amputationen und schwierigen operativen Eingriffen helfen zu können, wo die medizinische Charlatanerie der SS - Ärzte versagte. Unzählbar war die Schar der Genossen, die Walter Krämer , der Gefahren nicht achtend, den Mördern entrissen hat. Er schuf im Krankenbau die Zufluchtsstätte für Hunderte von der Vernichtung bedrohte Antifaschisten. In unbeirrbarer Zähigkeit kämpfte er um höhere Heilmittelzuteilungen, furchtlos organisierte er das Fehlende aus dem SS- Revier. Walter Krämer verdankt das ganze Lager die mehrfachen Typhus- und Ruhrschutzimpfungen.
Bei diesem rücksichtslosen Einsatz für die Häftlinge war es klar, daß Walter Krämer immer und immer wieder mit den Lagerärzten zusammenstieẞ. Er war sich keine Sekunde im Unklaren, daß er so mit tötlicher Sicherheit seiner Vernichtung entgegenging. Aber auch er zögerte nicht, diesen Weg zu gehen. Wie Pfarrer Schneider führte er das für richtig Erkannte bis zum bitteren Ende durch.
Im Oktober 1941 wurden Walter Krämer und sein Mitarbeiter, Karl Peix , nach dem Außenkommando Goslar abtransportiert und dort durch Genickschüsse ermordet. Und so waret ihr, Pfarrer Schneider, Walter Stöcker , Theo Neubauer, Walter Krämer , Karl Peix einige unter Tausenden, aber dieses tausendfältige Sterben setzte eurer heroischen Brüderschaft die Krone aufs Haupt. Ihr waret alle getreu bis in den Tod, und so wird die Krone des Lebens euer sein, auch zur letzten. Vollendung, uns Überlebenden und dem ganzen deutschen Volke zur erschütternden Mahnung: Seid einig, einig, einig.
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