Druckschrift 
Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
Entstehung
Seite
82
Einzelbild herunterladen
  

genen zu Hunderten von SS - Banditen mit der Maschinenpistole er­schossen. Das dafür gestreute Sägemehl lag schon nach einigen Tagen einen halben Meter hoch und war vollkommen mit Blut durchtränkt. Die in den Werkstätten beschäftigten Häftlinge mußten alle im Lauf­schritt das Gelände verlassen, so daß die Faschisten ihre Mordtaten ohne Zeugen begehen konnten, und trotz alledem glaubten sie sich nicht sicher. So errichteten sie im Pferdestall der SS- Buchenwald eine raffinierte Menschenvernichtungsanstalt. Die Kriegsgefangenen wur­den zum Pferdestall transportiert, mußten sich entkleiden und wurden in ein anderes Zimmer geführt. An den Wänden der Außenmauer waren Schlitze angebracht, durch welche die SS in die Räume schie­Ben konnte. Vor jedem Schlitz im Raum selbst war ein Meßgerät zur Feststellung der Körpergröße, das gleichzeitig der Anschlag war für die Maschinenpistole des betreffenden SS- Mörders. Die russischen Kriegsgefangenen gingen, nichts ahnend, freiwillig unter diese Meß­latte, in dem Glauben, es gehöre zu ihrer ärztlichen Untersuchung. Damit die anderen Gefangenen in den Warteräumen nichts von der Erschieẞung ihrer Kameraden hörten, spielten die extra dafür ange­brachten Lautsprecher in höchster Tonstärke Musik. So wurden Tau­sende von russischen Kriegsgefangenen hinterrücks durch Genickschuß umgebracht. Nach jeder Erschießung wurde mit Schlauchleitung der Raum abgespritzt, dann wurden die Toten von dafür bestimmten pol­nischen Häftlingen und deutschen ,, Grünen"( Berufsverbrecher) auf Lastautos verladen und zum Krematorium gefahren. Täglich sahen die Häftlinge, die morgens aus dem Lager marschierten, die Blut­spuren dieser Autos bis zum Krematorium. Auch da halfen die SS­Banditen der Lagerführung für Abhilfe. Es wurden eigens zu diesem Zwecke Kästen hergestellt, die mit Zinkblech ausgeschlagen und in die die noch blutenden Leichen hineingeworfen und auf die Autos ge­schoben wurden, um so wieder einmal die Spuren ihrer verruchten Morde zu verdecken. Die Lastwagen kamen im Krematorium an. Nachdem die Eingangstür zum Krematorium geschlossen war, wurde eine Abdeckung geöffnet und die Toten auf einer Rutsche in einen Keller gestoßen. Zu Bergen türmten sich die Leichen im Leichenkeller. Oft waren so viele Leichen vorhanden, daß der Keller des Kremato­riums dieselben nicht fassen konnte, so daß die übrigen im Verbren­nungsraum in eine Ecke geschichtet wurden. Es ist vorgekommen, daß sich aus dem Haufen der Toten noch nicht ganz getötete Kriegsgefan­gene herauswühlten. Durch Revolverschüsse vom SS - Banditen Rudi

82

Köhler wurden Holzkeule, mit der DAW.- Schl Pferdestall die dolcht wurden. extra ein Fahrs im Krematoriu oft waren die S wir in den Kell wir Mühe, uns hörten wir das S ten alle Häftling Leichen, deren Oft waren Fraue lose in Buchenu Im Hof des K In der Ecke hatt balken mit zw

6"