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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
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ihnen nach einigen Wochen noch 1 Liter Blut abzunehmen. Das Blut derjenigen Menschen, die Fleckfieber überstanden hatten, wurde dann zur Herstellung von Sera oder anderen Dingen nach Berlin gesandt. Ich habe noch vergessen zu erwähnen, daß das Infizieren der Opfer auch manch­mal mit Läusen vorgenommen wurde. Man fesselte die Menschen und setzte ihnen dann kleine Körbchen mit Läusen an Unterarm und Ober­schenkel an. Gefesselt wurde, damit keiner die Körbchen abreißen und so eventuell das kostbare Leben des SS - Arztes gefährden konnte. Diese Versuche mit Flecktyphus wurden mehrere Jahre lang durch­geführt. Versuche mit Bauchtyphus hat man meines Wissens nur einige gemacht, die, wie ich weiß, fast alle mit dem Tod der Bedauerns­werten endeten.

Versuche mit vergifteter Munition

Im Februar/ März 1945 wurden 10-12 Häftlinge zum Tor des Lagers gerufen. Diese 10-12 Menschen die jetzt bangen Herzens am Tor war­teten, brachte man nach dem Befehl: ,, Alles vom Appellplatz ver­schwinden!" in das dort gelegene Krematorium( Keller). Dort ver­letzte man sie durch Pistolen- oder Gewehrschüsse( aber nur Streif­schüsse) und brachte sie nach Block 46, wo die Zeit von der Verletzung bis zum Tode genau schriftlich festgelegt wurde. Soviel ich weiß, starb der erste nach 12-13 Minuten und der letzte nach 3 oder 5 Stunden. Diese vergiftete Munition sollte wahrscheinlich die Vergeltungs­ waffe 3 sein, mit der das verbrecherische Hitlerregime dem deutschen Volk noch den Sieg versprach. Das passierte in Buchenwald im 20. Jahrhundert, und es gab viele solche und noch schlimmere Lager. Arno Liske, Leipzig , Buchenwald - Häftling Nr. 568

Krematorium Buchenwald, Leichenverbrennungen am laufenden Band

Der Ausbruch des Krieges stellte an die Vernichtungslager erhöhte Ansprüche. So wurden seit Ausbruch des Krieges an 10000 Ausländer in die Konzentrationslager getrieben. Wie aus anderen Berichten aus dem Konzentrationslager Buchenwald ersichtlich ist, wurden aus dem Polenlager im Winter 1939-1940 allein täglich 40 bis 70 Kameraden von der Ruhrepidemie, vom Hungertyphus oder darüber hinaus durch

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