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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
Entstehung
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der mit einer Desinfektionsbrühe gefüllt war, die nie erneuert wurde. Tausende mußten in dieser Brühe ,, baden" und wurden zum Gaudium der SS - Leute auch noch mit einem groben Reißigbesen abgeschrubbt.

Die Zivilpolen unter ihnen wurden als sogenannte ,, Heckenschützen" behandelt und kamen in den oben geschilderten Käfig. Schon beim Hineintreiben wurden 2 Polen von dem SS - Hauptscharführer Blank mit der Pistole erschossen. 124 Mann wurden in diesen kleinen Käfig gesperrt, ohne Dach, ohne Decke und fast ohne etwas zu essen. Wenn ihre Kameraden im ,, kleinen Polenlager" schon nur die Hälfte der Lagerverpflegung bekamen, so warf man den im Käfig befindlichen Polen pro Tag 3-4 Brote hinein, um die sie sich aus reinem Selbst­erhaltungstrieb wie Hunde in einem Zwinger balgten, bis kein Bissen mehr übrig war.

Die im Käfig Eingesperrten gingen in genau 4 Wochen elend zu­grunde. Nur ein einziger unter ihnen konnte in einem unbewachten Augenblick durch die Sicherungen in das große Lager laufen und dort in der grauen Masse der Häftlinge untertauchen und sich verbergen, wobei er in jeder Weise von den Kameraden unterstützt und gefördert wurde. Er hat dann all die schweren 5 Jahre bis zum Eintreffen der Amerikaner überstanden, und wurde am 11. April, am Tage der Be­freiung des Lagers, mit befreit. Er wird bestimmt Zeit seines Lebens diese furchtbaren 4 Wochen im Käfig des ,, kleinen Polenlagers" nicht vergessen und sicher noch viele Jahre als lebender Zeuge der Nazi­,, Kultur" in seiner Polenheimat Haß und Abscheu gegen das mörde­rische System des Hitlerfaschismus wachhalten.

Die tägliche Brotration für die übrigen im ,, kleinen Polenlager" ein­gesperrten Polen betrug pro Tag 170 Gramm Brot und 3 Liter Wasser­suppe. Der physische Verfall der Polen ging unter diesen Umständen sehr schnell vor sich. Der Hunger war so groß, daß die Polen ihre toten Kameraden mit zur Essenausgabe schleppten um einen Topf Suppe mehr zu erwischen. Jeder, der nicht sterbend auf der kalten Erde lag, mußte sein Essen persönlich abholen So faßten die Polen Kranke und Tote unter die Arme. Um jeden Löffel Suppe wurde mit allen Mitteln gekämpft. Der Hunger zwang die Polen , nachts das isolierte Lager zu verlassen, um sich im Lebensmittelmagazin des Häftlingslagers Lebens­mittel durch Diebstahl zu verschaffen. Die Belegschaft des gesamten Lagers wurde daraufhin vom Lagerkommandanten mit Hunger- Sonn­tagen, die Polen fast restlos mit 25 Stockhieben bestraft. 7 Polen star­ben dabei auf dem Prügelbock.

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