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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
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Frankfurt , die besonders zahlreiche Zugänge gebracht hatte, lieferte die Asservate der Zugänge mit Lastwagen an, auf denen in Säcken verpackt für jeden Mann eine Tüte mit Brieftasche, Uhr, Geldbörse usw. sich befand. Große Summen und sonstige Sachen von besonde­rem Wert hatte die Gestapo bereits in Frankfurt a. M. den Tüten ent­nommen. Geldbeträge von 6-8000 RM wurden als fehlend gemeldet. Da die Tüten nur ungenügend beschriftet waren, die angegebenen Per­sonalien mangelhaft waren, kam es oft vor, daß der rechtmäßige Be­sitzer nicht ermittelt werden konnte oder bereits wieder entlassen war, bevor die Aushändigung erfolgen konnte. SS- Hschf. Michael war somit in der Lage, seinem Herrn und Meister Koch anständige Summen zu übergeben und aus den Fundgegenständen, in diesem Fall goldenen Uhren, ihm einen goldenen Revolver, genau für seine Hand passend, an­fertigen zu lassen. Für die Damen fanden sich ein paar passende Brillant­ringe, für Frau Michael ein besonders schöner Schlangenring, natürlich neben verschiedenen anderen netten Sachen. Michael war Geschäfts­mann, der sofort die Lage erfaßte und die Notlage dieser Juden zu einem großen Geschäft ausnutzte. Er setzte sich mit dem Modehaus Hermann in Halle a. d. S. in Verbindung. Ganze Wagenladungen von Wolldecken, Pullovern, Pantoffeln, Schnürschuhen, Handschuhen, Wollschals rollten an. Die Zugänge waren meist in Halbschuhen ge­kommen, versanken im Buchenwalder Schlamm bis an die Knöchel und brauchten also die Schuhe wie das liebe Brot. Die Preise betrugen ungefähr das Vierfache des normalen Wertes. Die Umsätze waren kolossal und der Gewinn ging in die Hunderttausende. Der Verkauf wurde völlig in die Hand von Häftlingen gelegt, wie alle schmutzige Arbeit gern den Sklaven übertragen wurde. Man konnte in dieser Be­ziehung sehr großzügig sein. Bei der Entlassung mußten die gekauften Sachen zurückgelassen werden. Es war doch nett, daß besonders die Deckenbestände dadurch anwuchsen. Jetzt kam ein neuer Dreh!

Im Lager wurde durch die Gerätekammer der Deckenbestand aller Blocks neu aufgenommen. Alle überzähligen Decken wurden einge­zogen. Hscharf. Beier, Chef der Gerätekammer, rieb sich die Hände. Man ließ etwas Zeit verstreichen, und als nach der Besetzung Hollands Michael ein neues Geschäftchen ausbaldowert hatte, kam Beier zum Zug. Michael verschob im großen Stil im Kuriergepäck Devisen nach Holland und kaufte dafür bei seinen Kameraden, die gerade ein neues Konzentrationslager Ammersfoort aufmachten, Ware. Die überzähligen Decken von Beier nahm er mit, weil man sie gut für Amersfoort ge­

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