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fuhr die Lagerleitung nicht, wer die wirklichen Verfasser des Liedes waren.
Text und Melodie des Liedes mußten auf dem Block in der Freizeit eingeübt werden, bis es eines Tages, nach dem Abendappell- es war Ende Dezember 1938, bitterkalt und alles tief verschneit- hieß:„Das Buchenwald-Lied singen.“ Selbstverständlich konnte das beim ersten Male(7000 ‚Menschen standen auf dem Appellplatz) nicht klappen. Wütend ließ Rödl, der stinkbesoffen war, aufhören und gab den Be- fehl, daß jeder Block auf dem Appellplatz solange für sich üben müsse, bis das Lied klappe Man kann sich denken, welch infernalisches Kon- zert auf dem Platz losging. Als Rödl merkte, daß es auf diese Weise nicht ging, ließ er Strophe für Strophe gemeinsam singen und immer wieder wiederholen. Erst nachdem das ganze Lager auf diese Weise etwa 4 Stunden in bitterster Kälte gestanden hatte, gab er den Befehl zum Abmarsch. Aber während sonst jeder Block einfach kehrt machte und ins Lager zurückging, war es diesmal anders. In Zehnerreihen aus- gerichtet, mußte jeder Block am Tor bei Rödl und anderen besoffenen SS-Führern stramm vorbeimarschieren und dabei das Buchenwald- Lied singen. Wehe dem Block, der nicht genau ausgerichtet ankam, oder bei dem das Singen noch nicht ganz nach Rödls Wunsch klappte! Er mußte unbarmherzig zurück und nochmals vorbeimarschieren. Endlich, gegen 10 Uhr abends, kamen wir, ausgehungert und steifge- froren, auf unseren Block.
Der 13. Mai 1938—
ein schwarzer Tag im Lager!
Der 13. Mai’1938 gilt als schwarzer Tag in der Geschichte des Lagers Buchenwald. Wir befanden uns an diesem Tage auf Block 30. Die Sonne schien, und der Wald leuchtete in den ersten jungen Farben des Frühlings. Es war ein herrlicher Tag. Die Schönheit der Natur regte auch uns Gefangene an. Doch ergingen wir uns nicht in lyrischen Re- flexionen, sondern wir hingen praktischeren Erwägungen nach.„Wenn heute‘, meinte ein Kamerad, versonnen in das Grün des Waldes blik- kend,„‚wenn heute keiner abhaut, soll es mich wundern.“
Eine leidenschaftliche Auseinandersetzung über die Fluchtmöglich- keiten war die Folge dieses lautgewordenen Gedankens. Die einen be-
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