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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
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ten und vertrauten Welt in eine Landschaft hineingegangen, die mit Welt und Menschheit nichts mehr zu tun hat. Als wäre die Einöde im tückischen Sprühregen mit ihren ragenden, schwarzen Bäumen und den stöhnenden, wimmernden Wesen an ihnen der Vorhof zu einem Reich des Todes und der Auflösung. Eine Hoffnungslosigkeit, wie ich sie nie wieder erlebt habe, bemächtigte sich meiner.

B. Apitz, Leipzig , Buchenwald - Häftling Nr. 2417

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Tagsüber schwerste Arbeit in Schlamm und Dreck, und

nachts ließ man uns nicht schlafen

Meine Kameraden wollen von mir einen Beitrag haben, welcher Er­eignisse schildert, die das öde Einerlei des Alltages im Lager unter­brachen. Ich berichte aber von Ereignissen, die in den Jahren 1937 und 1938 unsere Nächté, das heißt unseren Schlaf unterbrochen hat­ten. Man muß sich hineindenken in so einen Arbeitstag, und ich muß, lieber Leser, deine Phantasie ein wenig strapazieren. Wie sah in den genannten Jahren, also in der Zeit des Aufbaues, das Lager aus? Es war eine trostlose Schlammwüste dort oben auf dem Ettersberg . Der durch die abgerodeten Bäume freigelegte Waldboden hatte sich im ewigen Regen des Sommers und des Winters in einen Morast aus zähem, gelben Lehm verwandelt. Durch diesen Lehm, in dem man bis über die Knöchel einsank, sind wir gewatet Tag und Nacht. Er klebte uns an wie der Leim den Fliegen. Wir trugen ihn an den Schu­hen, an den Kleidern, an den Händen, im Gesicht. Wir schleppten ihn in die Baracken hinein, wir schleppten ihn auf die Bänke, auf denen wir saßen, auf die Tische, an denen wir aßen. Wir schleppten ihn bis in die Betten hinein. Sieben Monate hatten wir kein Wasser. Wir konnten uns nicht waschen. Mit einem Brotmesser oder mit einem Stück Holz haben wir uns den Lehm von den Kleidern, von den Hän­den abgekratzt. Wir haben vor Dreck gestunken. Irgendein alter, auf­gelesener Fetzen oder ein Stück Zeitungspapier waren unser Hand­tuch, unser Taschentuch. Fast alle waren wir von eiternden Wunden, von Ekzemen und Geschwüren an Händen und Füßen befallen. Der verdreckte Verband hing in Fetzen um die geschundenen Glieder. Mit zerschundenen und vereiterten Händen haben wir gegessen und ge­arbeitet. Gearbeitet! Oh, diese Arbeit! Wir haben geschachtet, daß

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