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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
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den sie wahrscheinlich bei der gefährlichen Geheimfertigung beschäf­tigt. Da sie als langjährige Gefangene weder geschont werden sollten noch eine Entlassung zu erwarten war, brauchte man bezüglich der Geheimhaltung keine Schwierigkeiten zu befürchten.

Eine letzte an Wahnsinn grenzende Erhöhung der Zugänge und eine grauenhafte, kaum auszudenkende Steigerung von Qualen und Opfern brachte die durch den Vormarsch der Roten Armee bedingte Eva­kuierung der großen Konzentrationslager im Osten. Am 13. Januar 1945 hatte die Offensive an der Weichsel begonnen. Bald war die Rote Armee schon in bedrohlicher Nähe des Konzentrationslagers Auschwitz , in dem sich etwa 80 000 Häftlinge befunden haben müssen. Auschwitz wurde evakuiert. Kurze Zeit später mußte auch das Kon­zentrationslager Groß- Rosen in der Nähe von Breslau geräumt werden. Am 22. Januar 1945 traf der erste große Transport evakuierter Juden aus dem KZ. Auschwitz in offenen Eisenbahnwagen hier ein, denen bald weitere folgten. An diesen Tagen herrschte eine eisige Kälte. Die Menschen waren bei völlig ungenügender Ernährung und Bekleidung tagelang unterwegs gewesen. Ihre Kameraden in den überfüllten Eisenbahnwagen waren an Entkräftung und Erschöpfung gestorben und, um selbst nicht zugrunde zu gehen, waren sie gezwungen, die Leichen aus dem fahrenden Zug hinauszuwerfen. Oft schleppten sie sich mit ihren letzten Kräften vom Bahnhof ins Lager. Häftlinge mit zweirädrigen Karren oder Handwagen, auf denen sonst Baumaterial u. ä. verladen wurde, Feuerwehr und Lagerschutz mußten zum Bahn­hof gehen, um die Zusammengebrochenen und die Leichen aufzuladen und ins Lager zu fahren. Die Lagerstraße war übersät von verlorenen Decken, Mützen, Mänteln, Eßgeschirren und von zusammengebroche­nen Menschen, die sich nicht hatten weiterschleppen können.

Eine genaue Zählung der Zugänge war nicht mehr möglich. Eine Kontrolle darüber, wieviele am Abgangsort weggeschickt und wieviele unterwegs verstorben, geflohen oder einfach zurückgeblieben waren, war unmöglich. Ebensowenig wußten die Verwaltungen der aufge­lösten Lager, welche Häftlinge nach Buchenwald abtransportiert wor­den waren. Das Reichssicherheitshauptamt richtete ein Fernschreiben an alle Konzentrationslager, die Zugänge aus Auschwitz oder Groß­Rosen bekommen hatten, mit der Aufforderung, Listen der angekom­menen Häftlinge, möglichst mit Angabe der alten Häftlingsnummer, an die Verwaltung des Konzentrationslagers Auschwitz zu senden, die inzwischen nach dem KZ. Mittelbau verlegt worden war. Nicht nur

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