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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
Entstehung
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am Bismarckturm, und nur im Herbst pflegten die Weimarer, Erfurter und die Einwohner der kleinen rings verstreuten Dörfer in den Wald hinaufzugehen und Pilze zu suchen.

Den Gipfel dieses abgelegenen, unbebauten und unbewohnten Berges hatte die SS - Führung zu einem der größten Konzentrationslager Nazi­deutschlands ausersehen. Sie fügte damit der Geschichte Weimars ein neues Blatt hinzu, das unauslöschlich den Tiefstand und die Barbarei Deutschlands ebenso festhalten wird, wie mit dem Namen Weimar die Blütezeit und Klassik der deutschen Dichtung und die von Hitler zerfetzte Verfassung der deutschen Republik verbunden sind.

Der Aufbau des Lagers

Im Sommer 1937 wurden die ersten Häftlinge auf den Ettersberg gebracht. Sie kamen mit der Bewachungsmannschaft in Lastwagen, wurden mitten im Walde abgeladen, mußten Bäume fällen und aus den mitgebrachten Bauteilen die erste Holzbaracke aufschlagen. Spät nachts unter ständigem Brüllen und Schlagen der SS - Posten wurde die Baracke fertig, die eine Hälfte für die Häftlinge, die andere für die SS. In täglich 14- bis 16stündiger schwerster körperlicher Arbeit, unter ständiger Lebensgefahr durch knüppelschwingende, tretende und schie­Bende SS- Leute entstand aus einem frei gewachsenen Wald in kaum zwei Jahren das Lager selbst und die dazugehörigen SS - Unterkünfte, Verwal­tungsgebäude und Villen für die höheren SS - Führer. Trotz der Eile und der endlosen Arbeitszeit wurden dabei keinerlei technische Hilfsmittel verwendet. Mit der Picke wurden die Steine gebrochen und auf den Schultern in immer wiederholten Märschen, oft im Laufschritt, an die Stelle getragen, an der sie gebraucht wurden. Das ganze Pack­lager für das Lager mit seinem riesigen Appellplatz, für die Straßen in und um das Lager und zwischen den Kasernen ist so mit Schweiß und Schwielen, mit wundgelaufenen Füßen und zerquetschten Fingern, einzeln herangeschleppt worden. Monatelang mußte jeder Häftling nach Arbeitsschluß einen Felsbrocken mit ins Lager tragen. Einen gan­zen Sommer lang mußte sonntags zur Freizeit das ganze Lager Steine schleppen, vom Steinbruch zum Lager, vom Steinbruch zu den Wacht­türmen, vom Steinbruch zu den SS - Kasernen. Wehe, wenn ein Stein den Aufsicht führenden SS - Leuten zu klein erschien! Dann setzte es Prügel oder ,, Sport ", d. h. Exerzieren bis zum Umfallen für den

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