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sorgfältig auf und versprach ihm, falls das Schicksal es gut mit mir meinte, die Grüße auszurichten. Die Anschrift ging mir leider mit vielen anderen Sachen verloren. Ich weiß nur, daß seine Braut in Dortmund -Hohensyburg wohnen soll.
Er war einer der vielen edlen Charaktere, die die Freiheit nicht mehr erlebten. Hermann, wir haben dich nicht vergessen!
Seine Braut ist eine von den Frauen, die Freud und Leid gemeinsam trugen, eine von den unzähligen, die auf die Heimkehr ihrer Lieben aus dem Kon- zentrationslager vergeblich warten, weil ihre Angehörigen dem SS -Mordterror, dem Nazismus, zum Opfer fielen.
Versöhnt euch mit dem harten Schicksal und gedenkt in Ehrfurcht und stolzer Trauer derer, die ihr lieb hattet, die um der Wahrheit und Gerechtigkeit willen im Kampf für Freiheit und Menschenrecht Opfer nazistischer Mordgier wurden.———
Sollten Sie, die liebe Braut meines Freundes Hermann, noch zu den Lebenden zählen und diese Zeilen lesen, so bitte ich Sie, sich sofort an mich durch den Verlag dieses Buches oder an die nächste„Betreuungsstelle für die Opfer des Faschismus‘ zwecks Vermittlung wenden zu wollen, damit ich Ihnen die legten Grüße unseres Kameraden persönlich ausrichten darf.
Die Zahl der bei der Befreiung im Lager befindlichen Insassen belief sich nur noch auf rund 21 000. Die kommenden Wuchen bis zur endgültigen Ent- lassung waren ausgefüllt mit Erholung und insbesondere der Beschaffung von Bekleidung, denn die meisten besaßen nicht mehr als ihre dürftigen Häft- lingsinzüge. Die eigenen Zivilstücke waren, soweit es sich um Insassen han- delte, die vor Jahren in Buchenwald eingeliefert wurden, zum größten Teil von der SS gestohlen oder für irgendwelche andere Zwecke verwendet worden. Den meisten aus anderen Lagern nach Buchenwald Transportierten war das in ihrem früheren Lager verbliebene Privatsigentum nicht nachgesandt wor- den.. Das den ehemaligen Häftlingen bei ihrer Einlieferung ins KZ abge- nommene eigene Geld, das sich insgesamt auf Millionen Mark bezifferte, hatte die SS gestohlen und war damit flüchtig geworden. Schmuck, Uhren und sonstige Wertsachen waren so gut wie nicht mehr vorhanden. Auch diese waren von den SS -Banditen geraubt worden.
Weiter wurden alle Personalien sowie die Inhaftierungsgründe festgestellt, die eine alliierte Kontrollkommission überprüfte.
Täglich kamen Angehörige ehemaliger Häftlinge von weit und breit nach Buchenwald , um sich nach dem Schicksal des Mannes, des Sohnes, Bruders oder Vaters zu erkundigen. Unendlich schmerzlich anzusehen war es, wenn
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