für ein Transportkommando, das nach Dachau abgehen sollte, abzustellen, um ihn dadurch aus dem Bereich der Flossenbürger SS zu schaffen. In Dachau fanden sich Kameraden, die ihm von ihrem wenigen noch etwas zukommen ließen, um ihn wieder zu Kräften zu bringen. Die SS wurde aber auch hier bald auf ihn aufmerksam, so daß die Dachauer Kameraden ihn einem Transport nach Buchenwald zugesellten, wo er sich, durch das erlittene Leid schon apathisch geworden, in unser Außenkommando schleusen ließ. So befand er sich unter uns und teilte nun unser Schicksal. Eines Tages konnte er nicht mehr. Trotzdem wir schon unser möglichstes getan hatten, ihn soweit wie möglich zu schonen, brach er doch zusammen und lag nun elend auf einer Strohpritsche im sogenannten Krankenrevier unserer Halle.
Das Revier bestand nur dem Namen nach, denn es war lediglich ein umgrenzter Teil der Halle, wo sich unsere Schwerkranken von uns anderen getrennt aufhielten.
Allgemeine Körper- und Herzschwäche waren die Ursache seines Zusammenbruchs. Wir pflegten ihn so gut wir konnten, aber Arzenei- und Nahrungsmittel reichten nicht aus. Ich besuchte ihn öfters, so auch eines Abends, als er mir sein Herz ausschüttete, wobei die ganze Tragik seines Lebens zum Ausdruck kam.
Ich tröstete ihn und sprach ihm zu, weil ich Hoffnung und neue Kräfte in ihm zu wecken versuchte. Ich teilte ihm die neuesten Informationen aus Buchenwald mit, die dort durch heimliches Abhören ausländischer Sender gesammelt wurden, um seinen Glauben neu zu beleben. Durch aufopfernde Betreuung und Pflege unseres Arztes, eines russischen Häftlings, wurde er auch bald wieder einigermaßen auf die Beine gebracht, und das gerade in dem Augenblick, als der Transport unseres Kommandos nach Buchenwald losging. Er war der einzige, den wir auf dem Gepäckwagen, der die KommandoHabseligkeiten barg, verstauen konnten, sonst hätte ihn das gleiche Schicksal, wie viele andere, unterwegs ereilt, worüber ich in einem früheren Kapitel ausgiebig berichtete.
Wir brachten ihn auch noch lebendig nach Buchenwald , wo er sofort Aufnahme im Krankenbau fand und von treuen Kameraden gepflegt wurde.. Aber zwei Tage nach der Befreiung starb er an einem Herzanfall, da der Körper die gute Kost, die ihm tags zuvor gereich: worden war, nicht mehr verarbeiten konnte.
Als er seinerzeit unten im Bergwerk schon elend darniederlag, gab er mir den Auftrag, falls ich die Freiheit erleben sollte, Grüße an seine Braut, als den einzigen Menschen in der Freiheit, den er liebte, zu bestellen. Ihr, die ihn in der schweren Zeit seines Lebens kennen und lieben gelernt hatte, die mit ihm, als er sich im Elend befunden, das Leid geteilt, ihn in stetigem Briefwechsel liebevoll zu stärken und trösten versucht hatte; die sich von ihrer knappen Ration vom Munde absparte, um ihm im KZ hin und wieder durch ein kleines Lebensmittelpäckchen Freude und Hilfe zu bereiten, galt sein letzter Gedanke und sein letzter Gruß. Die Adresse schrieb ich mir
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