Auch um uns dasselbe Grauen. Heute allein zählten wir schon das achte Opfer! Und die noch Lebenden? hatten nichts mehr zu essen! Unsere Verpflegung war zu Ende. Die SS war noch reichlich versorgt.
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In der folgenden Nacht gönnte man uns endlich drei Stunden Ruhe. Unseretwegen sicher nicht, die SS selbst hatte sie nötig. Wir waren also nur Nutznießer.
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Es war eine schwere und sorgenvolle Nacht. Seit vierundzwanzig Stunden hatten wir nichts mehr im Magen, und keinerlei Aussicht auf irgend etwas Eẞbares. Die Schwäche nahm zu. Sie verdoppelte sich und mithin auch die Zahl der neuen Opfer.
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Wir traten einzeln an den SS - Führer heran und beschworen ihn, doch irgend etwas zu unternehmen, damit wir was in den Magen bekämen.
Er antwortete, daß er nichts hätte und auch nichts besorgen könne. Außerdem fehlten ihm die Order dafür.
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Schließlich billigte er nun aber, nachdem wir an ein in ihm vielleicht doch noch lebendes menschliches Gefühl appelliert hatten, zu, im nächsten Dorf unter Bewachung etwas Eßbares kaufen zu lassen.
Ehe wir das Dorf erreichten, hatte es noch verschiedene Male hinter uns geknallt und mehrere Kameraden ihr schwaches Leben ausgehaucht.
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Im Ort angekommen, stellte uns ein Bauer, dessen Gehöft etwas abseits lag, seine Wiese als Rastplatz zur Verfügung. Außerdem schenkte er uns einige Körbe Rüben, die heißhungrig verschlungen wurden. Der sofort unter Bewachung in die Wege geleitete Lebensmittelkauf fiel sehr bescheiden aus. Nur einige Zentner Rüben und wenige Kartoffeln waren das Ergebnis. Die Rüben wurden roh gegessen, die Kartoffeln inzwischen gekocht; jedem trug es nur eine einzige ein, doch man war ja froh, wenigstens etwas im Magen zu haben.
Mit unserer Ruhe war es wieder nichts.
Der Ruf: ,, Amerikanische Panzer!" setzte das ganze Dorf in Alarmzustand. Auch wir mußten in aller Hast antreten.
Dabei hieß der SS - Kommandoführer die schlimmsten Fußkranken und am meisten Erschöpften heraustreten und sich abseits der Straße hinsetzen. ,, Ihr werdet gleich gefahren", sagte er ,,, es kommt ein Wagen und holt Euch ab!"
Unter den Zurückgebliebenen befand sich ein Bekannter, ein Ingenieur aus Weimar , der trotz seiner soeben überstandenen Krankheit bis jetzt alles Elend überwunden hatte, schließlich aber doch nicht mehr konnte.
Kaum waren wir zweihundert Meter marschiert, da krachten mehrere Salven, und die Zurückgebliebenen kippten seitwärts über. Die gebrochenen Augen weit aufgerissen, den Himmel anstarrend, lagen sie da, die Elendsgesalten
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