Goethe, der große Dichter, der deutsche Humanist, der die ganze Ethik in dem markanten Satz zusammenfaßt: ,, Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!" Hatte dieser Denker jemals etwas mit dem, was die Naziverbrecher als Deutschtum vortäuschten, zu tun gehabt? Nein, diese millionenfachen Mörder, diese Bluthunde hatten von Goethe nicht einen Hauch!
Zu erschüttert war ich von dem vorhin Erlebten, als daß ich diesen Gedanken hätte weiter verfolgen können. Die grauenhafte Wirklichkeit erfaßte mich wieder und ließ mich in ihre knöcherne Fratze, in ihre hohlen Augen blicken, denn mit uns schritt die SS.
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Der Weg führte bergab an einem Walddickicht vorbei. Ich trottete dahin wie von einem bösen Traum verfolgt. Mit einem Mal Geschrei!
Krachende Schjisse!
Wieder Geschrei!
Wieder Schüsse!
Dann ein schrilles Kommando:
,, Alles hinlegen!"
Im Nu lag alles.
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,, Wer den Kopf hebt, wird erschossen!"
Wir blieben liegen, den Kopf im Dreck.
Wieder lautes Rufen, wieder Krachen von Schüssen.
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Einzelne, die sich etwas kräftiger fühlten, müssen die Flucht ergriffen haben, so dachten wir. Möge doch den Kameraden der Sprung in die Freiheit gelingen!, das war unser aller Wunsch.
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Vereinzelt fielen noch Schüsse.
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Nach einer guten Weile kehrte die SS- Meute, die unsere fliehenden Kameraden verfolgt hatte, zurück. Sie hatte zwei Mann erschossen und verschiedene andere verletzt.
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Wir mußten wieder aufstehen und uns zu je fünf Mann unterhaken als Vorsichtsmaßnahme gegen etwaige neue Fluchtversuche. Der Marsch ging weiter. Kurz darauf lag wieder ein Erschöpfter am Boden.- Wieder peitschte ein Schuß.
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Einige Stunden später standen wir auf dem Rathausplatz von Ruhla , einer kleinen Stadt am Fuße des Thüringer Waldes . Hier sollte es kurze Rast und die erste Verpflegung geben. Außer dem mitgeführten Proviant hatte unser
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