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Verpflegung hatte man uns nur für zwei Tage mitgegeben. Sie befand sich auf einem Bauernwagen, der ung folgte. Für zwei Tage Verpflegung?— Ich sah schwarz. Mir graute vor dem Kommenden.
Wir, meine Kameraden und ich, bildeten den Schluß ‚des Zuges, damit etwa auftretende Schwierigkeiten leichter bewältigt werden könnten. Insbesondere dachten wir dabei an die, die schlapp machen würden.
Vor uns, neben uns und hinter uns SS, die heute doppelt stark bewaffnet war.—
Wir marschierten nun schon zwei Stunden. Mich wunderte, daß bislang alles klappte und niemand zurückblieb, denn kein vernünftiger Mensch hätte uns ausgehungerten und elenden Menschen die Strapazen eines solchen Marsches zugetraut.
Aber. die sich nähernde Front, die uns die Freiheit verhieß, dazu die monate- lang entbehrte frische Luft und das Tageslicht, weckten auch bei dem Schwächsten Kräfte, die erstaunlich waren. Langsam, aber stetig ging es weiter. N
Mein:Blick hing traumverloren an dem schönen Landschaftsbild, das ich in den eben hinter uns liegenden bitter ernsten Monaten nicht mehr wiederzu- sehen glaubte.— Es war Frühling, Frühling in Deutschland . Die junge Saat prangte in ihrem frischen Grün, vereinzelte Blüten grüßten bereits die Sonne. Tannen und Fichten der Wälder trugen schon ihre neuen lichtgrünen Spiten. Die ersten Lerchen wiegten sich trillernd in den Lüften, da und dort hörte man die Drossel schlagen; ihr liebliches Flöten weckte Erinnerungen aus sorgloser Kindheit. Ein Kuckuck rief von fern. Längs der Straße standen Obstbäume in knospender Frische, hier und da hatten Kirschbäume bereits ihren herrlichen Blütenschmuck angelegt.— Ein liebliches Bild der Natur!— Und morgen war Ostern. ———
Der wieder stärker werdende Donner der Artillerie, das Klappern der schlechten Holzschuhe an den müden Füßen meiner Kameraden, der Anblick des Elendszuges, in dem sich manche nur noch untergehakt weiterbewegen konnten, brachten mich in die Wirklichkeit zurück.
Die Straße führte durch eine Waldschneise. Während der ganzen Zeit kreisten alliierte Flugzeuge über uns. Plößlich rasten zwei Tiefflieger in gerader Linie auf uns zu. Der hysterische Schrei des SS-Führers, daß alles in Dec"ng zu gehen hätte, erfaßte panikartig die ganze Masse. Alles stürzte in den links von uns liegenden Wald, wobei uns die in Schuß liegende SS mit Gewehr im Anschlag nicht aus den Augen ließ, und schon prasselten die Geschoß- garben über uns hinweg.
Das Gesicht in den Waldboden gedrückt, verharrten wir in liegender Stel- lung, bis sich endlich nach öfterer Wiederholung des grausamen Spiels die Ruhe wieder einstellte.; Zunächst glaubten wir, daß uns die Flieger für verkappten Volkssturm ge halten hätten, zumal wir fluchtartig die Straße verlassen hatten und in Deckung geeilt waren. Aber da wir keine Toten hatten, nicht einmal einen Verletzten, und auch an den Bäumen rundherum keine Kugeleinschläge zu
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