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"Häftling ... X ... in der Hölle auf Erden!" / Udo Dietmar
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sich nur noch um höchstens achtundvierzig Stunden handeln könne, bis die Allierten da wären.

Die Lage war sehr kritisch. denn jeden Augenblick konnte das Unheil seitens der SS über uns hereinbrechen.

Unter dem Vorwand, auf der anderen Seite der Sohle noch Arbeitsgeräte holen zu müssen, begab ich mich mit mehreren Kameraden in Begleitung von SS- Posten dorthin. In der Zeit, wo sich die anderen mit dem Zusammen. suchen des Arbeitsgerätes beschäftigten, nahm ich, von der SS unbemerkt, Fühlung mit einem Landser, der mir schon einige Tage vorher durch seine menschenfreundliche Art aufgefallen war, und brachte ihm mein Anliegen, betreffend Waffen und Gasmasken, vor. Er versprach mir, alles bis morgen früh zu besorgen.

Aber der nächste Morgen brachte etwas ganz anderes.

Schon um fünf Uhr früh bekamen wir Befehl, alle unsere bescheidenen Hab­seligkeiten zusammenzupacken. Das Kommando hätte in zwei Stunden marsch­bereit zu sein, um über Tage befördert zu werden.

Wir trauten dem Frieden noch nicht, aber da heute morgen keine zivilen Arbeiter eingefahren waren, und auch die Kriegsgefangenen auf der anderen Seite sich bereits dem Schacht zu bewegten, um vor uns hinaufbefördert zu werden, kam so langsam die Hoffnung auf, daß dieses Bergwerk doch nicht unser Massengrab werden sollte, und uns das Tageslicht wieder bescheinen würde.

Welchem glücklichen Umstand wir es zu verdanken hatten, daß der Ver­nichtungsbefehl der SS- Führung im letzten Augenblick ausblieb, und durch Gegenorder die sofortige Räumung des Bergwerks veranlaßt wurde, ist mir bis heute nicht bekannt.

Jedenfalls erreichten wir das Tageslicht, um nach Buchenwald in Marsch ge­setzt zu werden.

Heute begann der vorletzte Akt der großen Tragödie.

Wenige Kilometer westlich Eisenach tobte der Kampf. Das Brüllen der Ge­schütze durchzitterte die Luft, Bomber und Tiefflieger der Alliierten kreisten über dem Gelände. Aus weiter Ferne hörte man MG- Geknatter, zwischen­durch die Einschläge schwerer Sprengkörper.

Die Kampfzeichen der näher rückenden Front kündeten Unheil denen, die vor der Verantwortung begangener Verbrechen zitterten, aber Freiheit allen, die um der Wahrheit und Gerechtigkeit willen grausames Leid erdulden mußten.

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