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"Häftling ... X ... in der Hölle auf Erden!" / Udo Dietmar
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zu Zug. Die Zahl der Kranken hatte eine unglaubliche Höhe erreicht. Schon längst konnten die Krankenblocks niemand mehr aufnehmen. Die ärztliche Hilfe reichte bei weitem nicht aus. Medikamente und Verbandszeug waren so gut wie gar nicht mehr vorhanden. Die bisher schon kleinen Rationen wurden noch geschmälert. Im Krematorium wuchsen die Leichenhaufen zu­sehends. Tag und Nacht wurde dort verbrannt. Der brenzlige Gestank ver­brannten Menschenfleisches war im Lager vorherrschend. Die Lungen sträubten sich beim Einatmen der verpesteten Luft.

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Das war der Anfang vom grauenhaften, katastrophalen Ende des Martyriums Dachau . Aber bis dahin sollten noch vier bis fünf Monate vergehen, die ich jedoch nicht mehr hier, sondern unter noch ungeahnten, furchtbareren Ver­hältnissen in Buchenwald und einem seiner Nebenlager verbringen mußte. Dachau , das, wie schon erwähnt, bei meiner Einlieferung bereits überbelegt war, hatte durch den Zustrom aus den aufgelösten Nebenlagern eine derartig hohe Belegungsziffer und damit ein Maß an Elend erreicht, dem man in keiner Weise mehr gewachsen war. Dazu kam noch, daß durch die Verlegung der SS- Hauptämter ein großer Teil Dachauer Häftlinge nicht beschäftigt werden konnte. Hier machte die SS - Führung durch ihre Methoden Luft. Fast täglich, öfters sogar mehrmals am Tage, fand eine sogenannte Aus­kämmung statt, wobei die noch voll Arbeitseinsatzfähigen zur Verwendung in der Rüstungsindustrie in die Konzentrationslager im Inneren des Reiches transportiert wurden. Die große Zahl der nicht mehr Einsatzfähigen kam in die Vernichtungslager Mauthausen und Flossenbürg .

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Ich selbst wurde einem Transport arbeitseinsatzfähiger Häftlinge von etwa siebentausend Mann zugeteilt, welcher was wir erst unterwegs erfuhren für Buchenwald , zum Einsatz in Rüstungsbetrieben Buchenwalder Außen­kommandos, bestimmt war.

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Sieben Wochen Aufenthalt in den berüchtigten Transportblocks mußte ich über mich ergehen lassen, bis endlich unsere Abfahrt nach Buchenwald von­statten ging.

Eine qualvolle Zeit.-

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Daß ich nicht in Dachau blieb, hatte eine besondere Bewandtnis. Wenige Wochen zuvor war auf Befehl des Kommandanten im Lager bekannt­gegeben worden, daß sich alle deutschen Häftlinge, damals nur noch un­gefähr drei vom Hundert der gesamten Lagerstärke, bis zum fünfundvierzig­sten Lebensjahr freiwillig an die Front melden könnten. Diese Zumutung war einfach unerhört. Doch aus der Formulierung der Bekanntgabe und auf Grund der sich immer mehr zuspitzenden Lage mußte man annehmen, sich bei Nichtmeldung irgendwelchen Repressalien auszusetzen, die schließlich auch den Tod bedeuten konnten. Also meldeten sich Häftlinge ,, freiwillig". Wenige Tage später verließen sie feldmarschmäßig ausgerüstet das Lager. Die Beweggründe dieser Kameraden waren grundverschieden. Ganz sicher

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