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gehen!" Wir sprachen uns aus und wurden klar darüber, daß mich ein zweites Mal nichts mehr vor dem Konzentrationslager abschrecken würde. Zu allem Überfluß rief noch meine vorgesetzte Behörde an, beglückwünschte mich zu meiner Freilassung und gab ihrer Freude Ausdruck, daß ich endlich eingesehen hätte, wie meine Einstellung ja an und für sich gut, aber doch zwecklos wäre.
Ohne eine Antwort darauf zu geben, so sehr ekelte mich das Gerede an, legte ich den Hörer auf die Gabel.
Ich hatte mich im Laufe der Zeit daran gewöhnt, am Ende der Woche meine Predigt für den Sonntag in skizzierten Punkten festzulegen. Diesmal tat ich es nicht, denn ich wußte, was ich predigen würde.
Der ereignisreiche Tag kam; die Kirche war gedrängt voll Menschen, denn die Gemeinde wußte, daß ich mehrere Wochen von der Gestapo in Haft gehalten war. Tatsächlich ist das Gotteshaus nie so voll gewesen wie an diesem Morgen. Mein Küster trat ein, um mir den Talar umzulegen. Die Lieder, die ich für den Gottesdienst bestimmt hatte, waren von mir ganz besonders ausgewählt Die Orgel brauste, und die Gemeinde sang das alte Lied des Bekenners Paul Gerhardt :
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Befiehl du deine Wege
Und was dein Herze kränkt
Der allertreusten Pflege
Des', der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden
Gibt Wege, Lauf und Bahn,
Der wird auch Wege finden,
Da dein Fuß gehen kann.
Nachdem ich die Liturgie verlesen, sang die Gemeinde den Choral: Stern, auf den ich schaue - Beim Klang der letzten Strophe betrat ich die Kanzel.
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Wenn ich bis jetzt noch Anfechtungen hatte, so war bei den letzten Worten des Liedes:..... nichts hab ich zu bringen, alles, Herr, bist du! der Sieg errungen.
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Als ich mit dem Spruch: Herr lehre uns die Wahrheit, dein Wort ist die Wahrheit! vor der Cemeinde stand, ging mein Blick noch einmal über die dicht gedrängten Reihen der Besucher. In einer der letzten Bänke saß der Gestapo - Beamte, der meine Vernehmung geleitet hatte. Er ließ mich kalt. ,, Wer mich bekennet, vor dem Menschen, den werde ich bekennen vor Gott , meinem himmlischen Vater!" Diese Worte hatte ich für meine Predigt gewählt. Sie bedeuteten den Wendepunkt meines Lebens.
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Meiner Predigt legte ich keine eigenen Motive zugrunde, sondern sprach nur mit den Worten Christi, wo er den Gesamtinhalt des wahren Christentums in ein Gebot zusammenfaßt, das so einfach und leicht verständlich ist: ,, Du sollst Gott , deinen Herrn, von ganzem Herzen lieben!" Das heißt, du sollst
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