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Kurz bevor wir, von der Arbeit kommend, ins Lager einmarschierten, wurden diese Galgen errichtet. Unter jedem stand eine sogenannte Klappkiste, und neben dieser ein schwarzer Sarg.
Wie oft sahen wir beim Einrücken diese Vorbereitungen schon getroffen, und mancher von uns sagte sich voller Furcht und Grauen: Heute bist du noch nicht dran, aber vielleicht schon das nächste Mal.
Als wir dann zu Tausenden appellmäßig angetreten waren, stand die SSFührung bereits auf der oberen Terrasse.
Die Delinquenten wurden von der SS aus dem Arrest heraufgeführt und standen mit entblößtem Oberkörper, die Hände mit der„ ,, Acht" auf dem Rücken gefesselt, durch oft wochenlangen Arrest fast bis zu Skeletten abgemagert, jeder vor seinem angewiesenen Galgen.
Es wurde kein Todesurteil verlesen, keinem ein Wort gegönnt. Auf dem Galgenplatz hatte sich mit finsterer Miene der Schutzhaftlagerführer postiert; er winkte kurz mit dem Daumen, und die Todgeweihten bestiegen dann die bekannte Kiste.
Einer der Häftlinge wurde von der SS dazu bestimmt, ihnen die Schlinge um den Hals zu legen und am Galgen zu befestigen. Hätte er sich geweigert, wäre sein sofortiger Tod die Folge gewesen.
Dann trat der schon erwähnte SS - Lagerführer Seuß mit dem Fuß gegen die Klappvorrichtung der Kiste, wobei er rief:
,, Weg, Du Mistvogel!"
Der Deckel, auf dem der Kamerad stand, knallte zu Boden und
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der Nationalsozialismus fraß sein Leben!
-
Ich habe bei all den vielen Vorkommnissen dieser Art keinen schwach werden sehen.
Sie gingen in den Tod wie Helden.
Weißt du, o Mensch, der du diese Zeilen liest, was in jedem von uns anderen vorging?-
Nein, du weißt es nicht!
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Eines Abends rückten wir, vom Arbeitsplatz kommend, ins Lager ein. Erschöpft schleppten wir uns durch das Tor. Kurz dahinter mußte das Ganze halten.
Das war etwas Außergewöhnliches, denn sonst marschierten wir direkt bis auf den Appellplatz.
Der SS - Arbeitsführer schritt die Front ab und suchte sich fünfzehn Häftlinge der verschiedensten Körperkonstitutionen heraus. Diese mußten links beiseite treten.
Wir anderen durften weitermarschieren.
Mit diesen fünfzehn geschah folgendes:
Sie mußten vor dem Tor antreten und marschierten, nachdem ihre Nummern notiert waren, dann geschlossen zum Struthof hinunter.


