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sich hatte, fand die Auspeitschung öffentlich auf dem Appellplatz statt, und zwar wurde diese Tortur stets auf der höchsten Stelle des Lagers vor genommen, damit es auch jeder von uns gut sehen sollte
Und wir haben es gut gesehen, zu gut!
Von den vielen Fällen, bei denen auch ich Zuschauer sein mußte, will ich nur einen schildern.
Beim Zählappell fehlte abends ein Mann. Da der Appell erst abgenommen wurde, wenn alles stimmte, mußten wir darum stehen bleiben und wurden wiederholt durchgezählt, aber es stimmte nach wie vor nicht.
Damit verging eine Stunde.
Wir standen immer noch.
Daß viele von uns schlapp machten, da sie sich nicht mehr auf den Beinen halten konnten, versteht sich von selbst. Und alles wegen eines Kameraden, der angeblich fehlen sollte.
Aber dem Kameraden grollte niemand.
Außerhalb des Stacheldrahtes konnte er nicht sein, denn der Zählrapport beim Einrücken durchs Lagertor hatte gestimmt. Mithin mußte er sich im Lager befinden.
Wir standen noch immer!
Die SS gab dem Lagerpersonal Befehl, alle Blocks eingehend zu durchsuchen. Das dauerte wiederum zwei Stunden, war aber ohne Erfolg. Wir standen immer noch!!
Mein Nebenmann flüsterte mir zu:
,, Gut, daß wir schönes Wetter haben, und daß es nicht regnet wie kürzlich, als wir wegen des Fluchtversuchs des Franzosen fünf Stunden bei Hundekälte im Regen stehen mußten."
,, Ja"
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-
sagte ich Worauf er erwiderte:
,, Du hast Recht!"
,, Der arme Kerl tut mir leid, wenn sie ihn kriegen. Ob sie ihn hängen werden?"
, Was weiß ich", sagte ich resigniert ,,, aber schau Dir den Teufel da oben an", wobei ich auf den Rapport führer wies, der auf der höchsten Terrasse stand und mit verbissener Wut unruhig hin- und herging ,,, dann weißt Du alles!"
Plötzlich hörten wir vom unteren Ende des Lagers her laute Rufe, woraus wir schließen konnten, daß sie den Gesuchten gefunden hatten.
Der Unglückliche wurde zum Rapportführer auf die oberste Terrasse geführt. Der empfing ihn mit den Worten:
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, Wo hast Du Hund, Du Kreatur. Dich solange versteckt?"
Der Kamerad, ein zartes junges Kerlchen aus einem Ort bei Leningrad , zögerte ängstlich mit der Antwort und sagte schließlich in gebrochenem deutsch , daß er Angst gehabt und sich darum versteckt hätte.
Wir, die wir oben in den vordersten Reihen des ersten Blocks standen, hörten seine Worte.
Wir verstanden ihn nur zu gut.
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