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"Häftling ... X ... in der Hölle auf Erden!" / Udo Dietmar
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grinsenden Totenkopf über Buchenwald ; sehe aus seinen bleckenden Zähnen das Blut meiner Kameraden fließen; aus seinen Augenhöhlen die Tränen rinnen, die Tränen unzähliger Mütter, Frauen und Kinder der gemordeten Opfer. Dieser Totenschädel trägt auf der Stirn das Hakenkreuz und heißt... Nationalsozialismus!

Buchenwald , eine der vielen Stätten nationalsozialistischen Verbrechertums, in denen die größten Schandtaten an der menschlichen Kultur im Namen des deutschen Volkes begangen worden sind. Mit ihnen hat unser Volk sich selbst aus der Familie aller Kulturstaaten ausgeschlossen.

So stehen vor mir Dachau , Natweiler, Buchenwald , als bleibende Erinne­rungen grauenhaften Erlebens, ewige Anklage gegen nationalsozialistisches Mördertum und seine Helfershelfer. Das hier vergossene Blut schreit zum Himmel!

Ich höre meine toten Kameraden noch: ,, Wenn Dir die Gnade des Ueber­lebens zuteil werden sollte, vergiß nicht, der Welt die Wahrheit über unser Schicksal zu erzählen!"

Ich habe es nicht vergessen.

-

In der Stadt, an Häuserruinen, Zeichen des eben beendeten Krieges, vorbei­gehend, suche ich mein dürftiges Heim auf. Der Himmel hat sich überzogen, eine drückende Gewitterschwüle liegt über allem. Die ersten Regentropfen fallen. Düstere Bilder aus der eben abgeschlossenen Vergangenheit rollen an meinem geistigen Auge vorüber: Der endlose Zug der Gemordeten, mancher Freund, mancher gute Kamerad dabei. Ich sehe ihre gebrochenen Blicke an­klagend zum Himmel schreien; grauenhafte Szenen, wie sie recht- und hilflos in den Klauen ihrer Mörder verendeten... In Wehmut gedenke ich eurer, die ihr mir nahegestanden seid!

Aus der sonnigen Feiertagsstimmung ist eine Totensonntagsstille geworden. Ich habe euch nicht vergessen, meine toten Kameraden. Ich werde reden vor aller Welt, wie ihr gelitten habt, wie qualvoll ihr hingemordet worden seid und werde nicht müde werden, zu erzählen, bis auch dem letzten noch Ge­blendeten das Licht der Erkenntnis aufgeht.

Euer Tod war nicht umsonst.

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Ihr wurdet Opfer eines verbrecherischen Wahnsinns.

Euer Leid und euer Kampf war der Blutzoll einer neuen Welt, damit die Lebenden frei werden und, die nach uns kommen, in Freiheit leben können.

So ging dieser Tag zu Ende.

,, Köln am Rhein, du schönes Städtchen, Köln am Rhein, du schöne Stadt..." So kam mir das Lied aus meiner Kindheit in wehmutsvolle Erinnerung, als ich in den frühen Morgenstunden eines regnerischen Spätsemmertages in­mitten einer Kolonne Gefangener, begleitet von einem Polizeikordon, durch

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