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Sadismus oder Wahnsinn : Erlebnisse in den deutschen Konzentrationslagern im Osten / Jeanette Wolff
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Auch er wurde noch getreten und geschlagen, als er bereits am Boden lag. Er ist später in einem anderen Lager an Körper­schwäche zugrunde gegangen. Alle 20 Delinquenten wurden lazarettfähig geschlagen. Als Grund wurde angegeben, es sei Wehrmachteigentum aus der Gashalle entwendet worden, und da man den Täter nicht fand, statuierte man ein Exempel an den Arbeitern der Gashalle.

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Dezimierung des Lagers

An einem Morgen, als sämtliche Kommandos zur Arbeit herausgehen wollten, wurde ausgemustert. Etwa 300 Men­schen wurden ausgesucht und in ein Armeebekleidungsamt an­geblich nach Deutschland geschickt. Der Name des Lagers ist mir auch entfallen, aber es war in Westpreußen. Später trafen wir einen Teil der Menschen in Stutthof wieder.

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Eine Ärztekommission ist im Lager. Männer heraus, keine Frau darf ans Fenster

Unsere Männer standen vollständig nackt auf dem Hofe. Solche, die körperlich nicht auf der Höhe waren oder einen Bruch hatten, wurden herausgesucht und sofort auf Lastwagen verladen. Dann kamen wir Frauen an die Reihe. Auch von uns wurden alle, die irgendwie alt und schwach aussahen, aussortiert und auf Nimmerwiedersehen verschickt. Wir hör­ten später, daß diese Aktion in allen Lagern, die dem Kaiser­wald unterstanden, durchgeführt worden war.

Inzwischen war ein großes Pelzlager der Armeebekleidung durch Feuer zerstört worden. Für Millionen Pelze, die aus Rußland als sogenannte Kriegsbeute angekommen waren, fielen dem Feuer zum Opfer. Ich vergaß vorher zu bemerken, daß alle höheren Angestellten der SS und Armeebekleidung sich kostbare Pelzmäntel für sich und ihre Angehörigen aus diesen Beständen anfertigen ließen und nach Deutschland schickten. Als der Mühlgrabenkommandant auf Urlaub nach Mülheim an der Ruhr fuhr, nahm er nur acht große Koffer mit.

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